Salzburg ist Favorit gegen Dinamo

Ivo Vastic

Salzburg ist Favorit gegen Dinamo

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Oscar: "Wäre ein Fehler, jetzt schon an das Rückspiel zu denken".

Fußball-Meister Red Bull Salzburg ist bemüht, das so wichtige Rückspiel des Champions-League-Play-offs gegen Dinamo Zagreb vorerst beiseitezuschieben. In der Liga wartet auf den Titelverteidiger am Samstag (18.30 Uhr) zu Hause die Pflichtaufgabe gegen Mattersburg. Mit einem Punkteverlust würden die Bullen weiter ins Hintertreffen geraten.

Salzburg schon zurück
Fünf Punkte liegen die Salzburger nach vier Runden hinter Sensationstabellenführer Altach, deren zwei hinter den Rivalen Rapid und Sturm Graz. "Es wäre ein Fehler, jetzt schon an das Rückspiel gegen Dinamo Zagreb zu denken", betonte Salzburg-Trainer Oscar vor der Generalprobe für das vorläufige Spiel des Jahres. "Nach dem Spiel gegen Mattersburg ist immer noch genug Zeit, um uns mit Zagreb zu beschäftigen."

Konzentration auf Liga
Gegen den kroatischen Meister geht es nach dem 1:1 im Hinspiel am Mittwoch um den ersten Einzug der Red-Bull-Ära in die Gruppenphase der Champions League. "Wir müssen uns absolut auf dieses Spiel gegen Mattersburg fokussieren und alles andere vergessen, was in dieser Woche war", meinte Oscar. "Es gilt, sich bestmöglich auf die Aufgaben in der Meisterschaft zu konzentrieren, die für uns ebenso wichtig sind wie die internationalen."

   In der Liga gab es zuletzt zwei 2:0-Siege gegen Aufsteiger St. Pölten und Ried. Zu Hause sind die Bullen 19 Ligaspiele ungeschlagen. Die bisher letzte Niederlage im eigenen Stadion setzte es vor über einem Jahr - am 1. August 2015 mit 1:2 gegen Rapid. In den vergangenen 26 Bundesliga-Heimspielen haben die Salzburger zudem immer zumindest ein Tor erzielt. In deren 27 ist ihnen das zuletzt von April 2008 bis Oktober 2009 gelungen.

Soriano wird wohl fehlen
Gegen Mattersburg muss der Meister allerdings aller Voraussicht nach auf Torgarant Jonatan Soriano verzichten. Der Kapitän hatte sich in Zagreb eine Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen und dürfte für das Rückspiel geschont werden. Auch einige andere Stammkräfte könnten - wie schon zuletzt in Ried - eine Pause erhalten. Paulo Miranda (Knöchel), Marc Rzatkowski (Oberschenkel) und Smail Prevljak (Knie) fehlen definitiv.

Mattersburg ist Außenseiter
Die Mattersburger können personell aus dem Vollen schöpfen, sie reisen mit dem Selbstvertrauen des ersten Saisonsieges gegen den WAC (3:1) an. "Wir sind klarer Außenseiter", weiß Trainer Ivica Vastic. Für Salzburg sei die Situation zwischen den beiden CL-Play-off-Spielen aber auch keine einfache. "Wenn alles passt, der Spielverlauf, wenn sie uns vielleicht unterschätzen oder mit den Gedanken schon bei Zagreb sind, kann viel passieren."

M'burg will nach vorne spielen
Der eine oder andere Leistungsträger der Salzburger dürfte geschont werden. "Sie haben aber auch andere sehr gute Spieler, die sich zeigen wollen", betonte Vastic, der sich von seiner Mannschaft nicht nur konsequente Defensivarbeit erhofft. "Es wird notwendig sein, dass wir auch selbst aktiv sind", sagte der Ex-Internationale. Die vergangenen vier Gastspiele in Salzburg hat sein Team allesamt verloren - und dabei insgesamt 16 Gegentore kassiert.

Salzburg gegen Zagreb im Vorteil
Die Salzburger seien auch im Hinspiel in Zagreb die bessere Mannschaft gewesen, meinte Vastic. "Bei Dinamo weiß man aber nie, da kommt es auf die Tagesverfassung einzelner Spieler an. Sie haben auch gefährliche Individualisten in ihren Reihen", warnte der gebürtige Kroate. Das Rennen um den Aufstieg sei offen, das Rückspiel werde eng. Vastic: "Ich gebe Salzburg aber einen kleinen Vorteil."

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