Austria Wien gegen Breidablik

ECL-Quali - 2. Runde

1:1 - Austria vergibt Sieg gegen Breidablik

Die Wiener Austria kommt im Hinspiel in der 2. Runde der Conference-League-Quali gegen Breidablik nicht über ein 1:1 hinaus. 

Die Austria gibt nach zwei Jahren ein durchwachsenes Comeback in Europa: Im Hinspiel der 2. Quali-Runde der neuen Conference League kommen die Veilchen gegen Breidablik Kopavogur nicht über ein 1:1 hinaus. 

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Austria hat zu Beginn Glück

Bitter, denn auf dem Papier sind die Veilchen (18,05 Mio. Euro Marktwert) den Isländern (2,81 Mio.) klar überlegen. Davon war in der Anfangsphase aber nichts zu sehen – Breidablik machte Druck. Keeper Pentz bewahrte die Austria bei einem Schuss von Muminovic vor einem frühen Rückstand (6.). Dann gab es Elfmeter-Alarm: Handl legte Eyjolfsson im Strafraum – eigentlich ein klares Foul, doch die Pfeife von Referee Hövdanum blieb stumm (14.). Glück für die Austria! 

Djuricin sorgt für sehenswerte Austria-Führung

Nach einer Viertelstunde fanden auch die Wiener ins Spiel: Fischer per Kopf (17.) und Schoissengeyr per Volley (29.) zwangen Keeper Einarsson zu Glanzparaden. Aber dann klingelte es: Fitz flankte Richtung Tor, Djuricin lief dazwischen und verlängerte sehenswert in die Maschen zum 1:0 für Violett (32.)! Doch das hielt nicht lange.

Breidablik kommt nach der Pause zurück

Die zweite Hälfte begann mit einem Dämpfer. Demaku verlor den Ball in der eigenen Hälfte, Vilhjalmsson schickte Sigurdarson, bei seinem Schuss ins lange Eck war Pentz machtlos (47.) – 1:1.

Turbulente Schlussphase

Damit war bei der Austria die Luft draußen, das Spiel plätscherte dahin. Erst kurz vor Schluss wurde es wieder turbulent: Demaku schoss kurz drüber (82.), auf der anderen Seite rettete Handl mit einem Tackling in letzter Sekunde (85.). Eyjolfsson schoss drüber (92.), Grünwald und Martins vorbei (94.).

Es blieb beim 1:1 – dank der Abschaffung der Auswärtstorregel ist für die Austria noch nichts verloren. Im Rückspiel auswärts muss kommenden Donnerstag eine Steigerung her – sonst könnte der violette Traum von Europa rasch wieder vorbei sein. 

Stimmen zum Spiel:

Manfred Schmid (Austria-Trainer): "Leider haben wir unser Spiel nicht so durchgezogen, wie wir es vor hatten. Man hat deutlich gesehen, dass das (Breidablik/Anm.) keine Mannschaft ist, die sich nur hinten hineinstellt. Die sind technisch und läuferisch stark. Wenn wir da nicht totale Laufbereitschaft zeigen und in die Zweikämpfe gehen, wie es sich gehört, dann bekommen wir Probleme - und so war es dann auch. Es war sicher keine gute Leistung. Die Mannschaft hat gekämpft, sie hat in der zweiten Hälfte alles probiert. Sie hat sich dann gefangen, aber grundsätzlich war es nicht gut - da brauchen wir nicht darüber reden. Das muss besser werden. Wir haben vielleicht zu viel gewollt, das ist leider nicht aufgegangen. Die Mannschaft war ein wenig verkrampft. Aber das 1:1, auf das können wir aufbauen, und dann müssen wir es halt im Auswärtsspiel richten."

Marco Djuricin (Austria-Torschütze): "Ich will nicht zu negativ sein nach dem ersten Spiel, aber das war einfach gar nichts heute. Breidablik war einfach stärker, wir haben es wirklich schwach gespielt. Ich bin sehr enttäuscht. Ich habe jetzt zwei Spiele gemacht, zwei Tore geschossen und bin zweimal in der 60. Minute ausgewechselt worden - das passt mir natürlich auch nicht. Ich habe nicht gut gespielt, die Mannschaft auch nicht, aber ich bin immer für ein Tor gut. Das ist für mich nicht in Ordnung. Es tut mir auch leid für die Leute, die haben eine schwierige Zeit, kommen nach zwei Jahren hierher und feuern uns an - und wir spielen so einen Fußball. Das ist nicht in Ordnung. Ich hoffe, dass wir am Sonntag ein anderes Gesicht zeigen, sonst werden wir uns sehr wundern." 

Oskar Hrafn Thorvaldsson (Breidablik-Trainer): "Es war ein gutes Spiel, ich bin sehr glücklich mit meiner Mannschaft. Wir waren von der 1. Minute an gut im Spiel, haben Pressing gespielt, das Spiel von hinten heraus aufgebaut. Das ist unser Identität. Ich bin zufrieden mit meinem Team, es gibt uns gute Chancen für das Rückspiel. Wir dachten schon vor dem Ausgleich, dass wir knapp dran sind. Die Austria ist nach wie vor Favorit, aber wir können es schaffen."