Kapfenberg-Sieg

Red Zac Erste Liga

Kapfenberg steigt in die Bundesliga auf

Der SV Kapfenberg hat am Dienstag den Aufstieg in die Fußball-T-Mobile-Bundesliga fixiert.

Die Steirer erreichten in der 31. Runde auswärts gegen Absteiger Bad Aussee zwar nur ein 1:1, zwei Runden vor Schluss weist die Truppe von Trainer Werner Gregoritsch aber uneinholbare acht Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger Gratkorn auf. Die Kapfenberger sind damit nach 41-jähriger Erstliga-Abstinenz wieder im heimischen Oberhaus vertreten.

Der Aufsteiger erreichte beim Tabellenletzten Bad Aussee ein 1:1 und kann mit 60 Punkten von seinem ersten Verfolger Gratkorn (52) zwei Runden vor Schluss nicht mehr eingeholt werden.

Gäste übernahmen Kommando
Der Start für den Meister verlief freilich denkbar schlecht, war Bad Aussees Martin Neuper doch schon in der ersten Minute mit dem Kopf zur Stelle (1:0). Wie erwartet übernahmen die Gäste aber das Kommando und glichen bereits nach rund einer halben Stunde durch Kapitän Taboga ebenfalls per Kopf zum 1:1 aus (30.).

In der zweiten Hälfte lieferten sich beide Teams einen ausgeglichenen Kampf, ohne aber eine schöne Partie zu liefern. Trotz vermehrter Torchancen auf beiden Seiten blieb es beim Remis. Die Kapfenberger sind damit im Frühjahr auswärts weiter ohne Sieg. Bad Aussee, das schon seit einiger Zeit als Fixabsteiger feststeht, konnte in den letzten 25 Runden nur zwei Siege feiern.

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Der FC Gratkorn ist auf dem besten Weg, neuer Angstgegner der Austria Amateure zu werden. Nach dem 0:6-Debakel im letzten Herbstspiel setzte es für die Jungveilchen am Dienstagabend in der 31. Runde der Red Zac Erste Liga eine 0:2 (0:2)-Heimpleite gegen die Steirer. Während Gratkorn durch einen Hassler-Doppelpack (3., 45.) den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz schaffte, muss sich die Janeschitz-Elf weiter mit Rang fünf begnügen.

Kein einziger Treffer ist den Austria Amateuren in der laufenden Saison gegen Gratkorn geglückt. Nach dem torlosen Remis zum Saisonauftakt durften die Steirer in den beiden jüngsten Duellen dagegen gleich acht Tore bejubeln. Für Nummer sieben und acht zeichnete jeweils Dominic Hassler verantwortlich. Bereits in der 3. Minute geriet der 27-Jährige nach einer Unachtsamkeit in der Austria-Defensive an den Ball, umtanzte Weiss und schob das Leder seelenruhig an Schlussmann Siebenhandl vorbei ins Tor.

Das Zeug zum Tor des Monats hatte das 2:0 für Gratkorn: Ein spektakulärer Hassler-Fallrückzieher aus 13 Metern schlug kurz vor der Halbzeit im linken, unteren Eck ein. Es war der 13. Saisontreffer des Stürmers und zugleich die Vorentscheidung.

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Der DSV Leoben hat am Dienstag im Abstiegskampf der Red-Zac-Erste-Liga wichtige Punkte liegengelassen. Die Steirer kamen daheim gegen Schwadorf trotz zweimaliger Führung nicht über ein 2:2 (1:1)-Remis hinaus, zwei Runden vor Schluss streiten sich damit Leoben (37), Parndorf (37) und Kärnten (34) um einen Nicht-Abstiegsplatz.

Das 1:0 für die Hausherren, die zuletzt zweimal en suite verloren hatten, war hochverdient: Nach Vorarbeit von Cemernjak und Rasswalder über die linke Flanke vollendete Hüttenbrenner aus zehn Metern (23.). Doch die Führung hielt nur kurz, denn Filipovic tankte sich durch die Leoben-Abwehr und glich aus (27.).

Nach der Pause probierten es die Donawitzer vermehrt mit Weitschüssen, nach rund einer Stunde mit Erfolg. Rauter nahm aus 18 Metern Maß und traf ins rechte Kreuzeck (61.). Doch die Führung hielt neuerlich nicht, Joker Egharevba stellte per Kopf den 2:2-Endstand her (83.). Für die Schwadorfer war es nach fünf Niederlagen der erste Auswärtspunkt im Frühjahr.

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Man hätte lange meinen können, dass es um nichts mehr geht in der Partie zwischen dem FC Lustenau und dem FC Kärnten, das am Ende doch die Gäste klar mit 2:0 gewannen. Damit lebt für den FC Kärnten - die beste Frühjahrsmannschaft, die seit nun fünf Runden ungeschlagen ist - die Hoffnung auf den Klassenerhalt weiter. Drei Punkte trennen den FCK zwei Runden vor Schluss vom rettenden 9. Platz.

Das Spiel der 31. Runde der Red Zac Erst Liga plätscherte fast 70 Minuten dahin, ehe Vojnovic nach Hinum-Pass die Schläfrigkeit der Hausherren ausnützte und seelenruhig zur 1:0-Führung für die Gäste, die mit drei Stürmern aufmarschiert waren, einschoss (69.). Der vermeintliche Ausgleichstreffer kurze Zeit darauf durch Gartler wurde wegen Abseits aberkannt. In der Nachspielzeit fixierte der eingewechselte Miksits den verdienten 2:0-Auswärtserfolg.

Die Highlights vor den Toren waren aufseiten der Vorarlberger ein Schrammel-Fernschuss (54.), den Dobnik zur Latte abwehrte, sowie bei den Kärntnern eine Möglichkeit durch Hinum (67.).

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Parndorf darf zwei Runden vor Ende der Red-Zac-Ersten-Fußball-Liga noch auf den Klassenerhalt hoffen. Am Dienstag feierten die Burgenländer zu Hause einen 3:1-Erfolg über Schwanenstadt, halten bei 37 Punkten und bleiben mit den derzeit neunt- bzw- zehntplatzierten Teams aus Schwadorf (41) und Leoben (37) auf Tuchfühlung.

Novak brachte die Gastgeber in der 29. Minute aus wenigen Metern mit 1:0 in Führung, Bammer erzielte mit seinem 18. Saisontor noch vor dem Seitenwechsel den Ausgleich (40.). Ansonsten waren Torchancen dank gut postierter Abwehrreihen Mangelware, das Unentschieden zur Pause durchaus gerecht.

Nach dem Seitenwechsel wurde Parndorf stärker, die Entscheidung brachte schließlich ein Hands-Strafstoß nach rund einer Stunde: Marcelo ließ sich die Gelegenheit vom Elfmeterpunkt nicht entgehen (63.). Wenig später sah Ratajczyk Gelb-Rot (69.), in der Nachspielzeit kamen die Burgenländer durch Hörtnagl auch noch zum verdienten 3:1 (93.)

Parndorf, das zum sechsten Mal in Folge zu Hause ungeschlagen blieb, konnte im sechsten Red-Zac-Duell mit Schwanenstadt den ersten Erfolg feiern.

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Die Red Bulls Salzburg Juniors haben es in der drittletzten Runde mit einem 1:1-Heimremis gegen Austria Lustenau versäumt, sich endgültig aller Abstiegssorgen in Österreichs zweithöchster Fußball-Liga zu entledigen. Die Gastgeber führten in einem Spiel ohne Höhepunkte bis zur 94. Minute 1:0, ehe den Lustenauern der verdiente Ausgleich gelang. Die Vorarlberger, bis zur vergangenen Runde größter Titelkonkurrent von Meister Kapfenberg, rutschten auf den 3. Tabellenrang ab.

Die Jungbullen gingen in einem von vielen Zweikämpfen und Fehlpässen geprägtem Spiel schon in der 5. Minute in Führung, allerdings unter kräftiger Mithilfe von Mendes. Der Lustenau-Goalie schlug an einem Stückler-Rückpass vorbei. Witteveen brauchte den Ball nur mehr ins leere Tore schieben. In der Folge waren die Salzburger, die zum zweiten Mal ihr Heimspiel in Schwanenstadt austragen mussten, gegen enttäuschende Lustenauer tonangebend.

Nach der Pause beschränkten sich die Gastgeber auf die Verwaltung der knappen Führung. Die Offensivbemühungen der Vorarlberger waren aber vorerst vergebens. Zunächst verfehlte ein Thiago-Distanzschuss sein Ziel, dann rettete Schober die Mozartstädter bei einem Kopfball von Scherrer mit einem tollen Reflex. Ein Tor von Stückler wurde wegen vermeintlichem Abseits aberkannt (59.).

Auch in numerischer Überlegenheit (Gelb-Rot für Pichler/65.) blieb den in der Schlussphase dominierenden Lustenauern ein Torerfolg verwehrt - bis zur 94. Minute. In der 80. Minute hatte Günes mit einem Lattenschuss noch Pech, ehe Dorner ein Solo von der linken Seite mit einem unhaltbaren Schuss ins lange Eck abschloss und noch zum verdienten Ausgleich traf.