Keine Lizenz für LASK, Wacker und Admira

1. Instanz

Keine Lizenz für LASK, Wacker und Admira

Senat 5 der Bundesliga verweigerte in 1. Instanz 4 Clubs Lizenz für 2011/12.

Bei den vier Vereinen handelt es sich um die Bundesligisten LASK und Wacker Innsbruck. Aufstiegsaspirant Admira Wacker erhielt in 1. Instanz ebenfalls keine Lizenz, ditto erging es Erstligist FC Lustenau. Die Wiener Austria erhielt die Lizenz wegen ihres negativen Eigenkapitals lediglich unter Auflagen.

Die betroffenen Vereine können gegen das Urteil bis spätestens 9. Mai (Montag) beim Protestkomitee berufen und in dieser Zeit Unterlagen nachreichen. Damit wäre der Instanzenweg innerhalb der Bundesliga abgeschlossen. Als dritte und letzte Instanz entscheidet das Ständige Neutrale Schiedsgericht anstelle eines ordentlichen Gerichts  bis spätestens 31. Mai.

Wacker fehlen 200.000 Euro
Wacker wurde die Lizenz laut eigenen Angaben wegen 200.000 Euro, die im laufenden Budget fehlen, verweigert - das Resultat "nicht budgetierter sportlicher Erfolge", erklärte Obmann Kaspar Plattner. Die Innsbrucker liegen auf dem sechsten Tabellenplatz, haben bisher Prämien für 45 Punkte ausbezahlen müssen. "Wir haben jetzt Zeit, nachzuweisen, dass wir das Geld aufbringen können, und das wird uns auch locker gelingen", versicherte Plattner.

LASK überrascht

Der LASK reagierte überrascht auf den negativen Bescheid, der mit nicht ausreichend nachgewiesenen Einnahmen für das Geschäftsjahr 2011/12 und mangelndem Nachweis für ein Ausweichstadion begründet worden sei. "Die Bundesliga traf diese Entscheidung, obwohl in Budget und Planung vorsichtiger vorgegangen worden ist, als in den vorherigen Jahren", betonten die Linzer auf ihrer Website. Präsident Peter-Michael Reichel war vorerst nicht erreichbar.

Admira: "Willkürliche Aktion"
Die Admira hatte schon in der Vergangenheit mehrfach Lizenzprobleme, reagierte aber diesmal mit Unverständnis. Die Südstädter, die dank der Investitionen von Mäzen Richard Trenkwalder als Tabellenführer um den Aufstieg in die höchste Spielklasse kämpfen, witterten gar eine willkürliche Aktion. "Diese Entscheidung reiht sich nahtlos an die Anfeindungen und Untergriffe der letzten Zeit gegen Admira", hieß es in einer Aussendung.

Inhaltlich sei nämlich nichts beanstandet worden, als Begründung habe der Senat 5 lediglich eine nicht entsprechende Bestätigung des unabhängigen Wirtschaftsprüfers angeführt. In dessen Prüfbericht werde in einem Absatz von "auskunftsgemäß" und "laut Angaben der Vereinsleitung" gesprochen. Es handle sich lediglich um eine falsche Interpretation, versicherte die Admira. Die beiden Ausdrücke werden für den zweiten Antrag gestrichen.

Lustenau: Absichtserklärung reicht nicht
Während sich auch der FC Lustenau - laut Präsident Dieter Sperger habe lediglich eine Absichtserklärung eines langjährigen Sponsors nicht ausgereicht - keine Sorgen um eine Lizenzerteilung in zweiter Instanz macht, müssen Ligakonkurrent St. Pölten und die Wiener Austria finanzielle Auflagen erfüllen. Die Wiener, die um die Spielgenehmigung gezittert hatten, müssen dem Senat 5 regelmäßig Quartalsberichte vorlegen. "Mit dieser kleinen Auflage habe ich gerechnet", sagte Sportvorstand Thomas Parits.

In den vergangenen Jahren war die Bundesliga-Lizenzierung immer wieder zum Stolperstein für namhafte Vereine geworden. Im Vorjahr erwischte es Austria Kärnten, davor mussten sich wegen Unzulänglichkeiten im Verfahren bzw. finanzieller Probleme schon Clubs wie der GAK und die Admira (jeweils 2007), SW Bregenz (2005) oder der damalige Meister FC Tirol (2002) zumindest kurzfristig aus dem Profi-Fußball verabschieden.