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Kommt Mirko Slomka?

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Der ÖFB und sein Wunschkandidat Mirko Slomka: Der Deutsche ist ein Tipp von Franz Beckenbauer - und würde perfekt ins Profil passen.

Der ÖFB und Mirko Slomka – dieser Flirt wird immer heißer. Am Montag flog Slomka nach seinen Gesprächen mit Präsident Friedrich Stickler und Generalsekretär Alfred Ludwig zurück nach Hannover. Zuvor hatte der Coach gegenüber ÖSTERREICH erklärt: „Wir sind bei einer Tasse Kaffee zusammengesessen und haben Informationen ausgetauscht.“ Mit anderen Worten: Das Thema ist weiter heiß. ÖSTERREICH erfuhr, dass beide Seiten in ständigem Kontakt stehen.

Das ist Mirko Slomka: Seine Karriere auf der großen Trainer-Bühne begann erst im Januar 2006. Damals trat Assistenz-Coach Slomka bei Schalke 04 die Nachfolge seines Chefs Ralf Rangnick an – und eilte von Triumph zu Triumph: Halbfinale im UEFA-Cup 2006, Vize-Meisterschaft 2007, Champions-League-Viertelfinale 2008.

Erfolgreich
Doch kurz vor Ende der letzten Saison war plötzlich Schluss! Slomka musste nach einer 1:5-Pleite in Bremen den Hut nehmen – als erfolgreichster Trainer der Klubgeschichte (1,8 Punkte pro Spiel). Hinter den Kulissen gab’s den Vorwurf, Slomka sei zu weich!

Überzeugend
Der „nette Herr Slomka“ – dieses Etikett haftet dem 40-Jährigen an. Schließlich ist der redegewandte und medial geschulte Diplom-Sportlehrer stets freundlich und diplomatisch. Doch Slomka ist kein Weich-Ei. Sein Credo: „Ich will Autorität durch Überzeugung.“ Und: Slomka fördert junge Spieler. Auf Schalke machte er den mittlerweile 22-jährigen Eigenbau-Keeper Manuel Neuer zur Nummer 1, brachte Talente wie Ivan Rakitic (20), Rafinha (22) sowie Mesut Özil (19) und Sebastian Boenisch (21, beide jetzt in Bremen) groß raus.

Beckenbauers Empfehlung
Slomkas Arbeit beeindruckte auch Größen wie Reiner Calmund und Franz Beckenbauer. Beide empfahlen in Gesprächen mit Stickler und Ludwig den Trainer mit den grauen Schläfen (seine Freunde nennen Slomka „Slommel“).

Beim ÖFB könnte Slomka seinen Weg mit jungen, hungrigen Spielern weitergehen. Um Youngsters wie Sebastian Prödl (21), Veli Kavlak (19), Jimmy Hoffer (21), Ümit Korkmaz (22), Martin Harnik (21) oder Andi Dober (21) beneidet uns mittlerweile halb Europa.

Das neue Jugend-Konzept war auch ein Thema beim Treffen mit Stickler und Ludwig im Wiener Hotel „Imperial“. Weiters ging es um den künftigen Trainerstab. Denn Slomka arbeitet modern, mit Spezial-Coaches für die unterschiedlichen Schwerpunkte. Auf Schalke umfasste sein Stab bis zu 13 Fachkräfte. Doch Slomka weiß: Beim ÖFB wäre sein Team kleiner. Zusätzliches Problem: Slomka steht bis Juli 2009 bei Schalke 04 unter Vertrag. Der ÖFB müsste die Freigabe erwirken.

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