ÖFB: Kein Zeitdruck bei Koller-Verlängerung

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ÖFB: Kein Zeitdruck bei Koller-Verlängerung

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Windtners Zielvorgabe für Test gegen die Schweiz: "Länderspieljahr ungeschlagen beenden".

Es ist die für Österreich wichtigste Personalie des kommenden Fußball-Jahres. Der Vertrag von ÖFB-Teamchef Marcel Koller läuft mit der EM 2016 aus. Der Verband möchte gerne verlängern, legt sich dabei aber keinen Zeitdruck auf. Deadline bleibe das Turnier in Frankreich, betonte ÖFB-Präsident Leo Windtner vor der letzten Teamzusammenkunft des Jahres im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur.

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Entscheidung vor der EURO
"Wir werden vor der EURO wissen, wer nach der EURO Teamchef ist", wiederholte Windtner ein bereits davor abgegebenes Versprechen. "Das ist die Losung. Und das ist auch notwendig, um unsere Kontinuität fortzuführen." Koller könnte sich allerdings bis weit ins Frühjahr hinein auch andere Optionen offenhalten. Auch ein Comeback als Clubtrainer hat der bald 55-jährige Schweizer nie ausgeschlossen.

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Kein Druck
Einen Zeitplan für die angestrebte Verlängerung gibt es laut ÖFB-Angaben abgesehen von der EM nicht. "Es ist noch ein Dreivierteljahr hin. Wir wollen uns bewusst keinen Druck machen, auch keinen Zeitdruck", erklärte Windtner. "Wir sind in Gesprächen, die wir langsam intensivieren wollen. Zuerst gilt die Aufmerksamkeit aber einmal dem Spiel gegen die Schweiz."

Länderspiel gegen Eidgenossen
Kollers Landsleute sind am Dienstag in einer Woche (17. November) in Wien zu Gast. "Wir wollen das Länderspieljahr auf jeden Fall ungeschlagen beenden", lautet Windtners Zielvorgabe. Zur Vorbereitung geht es am Montag eine Woche nach Spanien. "Bei so einem Camp steht immer auch das Teambuilding im Vordergrund. Das bringt sicher wieder einen Homogenisierungsschub", meinte der ÖFB-Präsident.

Trainingslager
Das Trainingslager an der Mittelmeerküste ist der Startschuss für die EM-Vorbereitungen. Die Auslosung der Vorrundengruppen erfolgt am 12. Dezember in Paris. Diese wolle man laut Windtner auch abwarten, bevor mit den Spielern über EM-Prämien verhandelt wird. "Zuerst wollen wir wissen, was wir von der UEFA an Ausschüttungen erhalten", begründete der Oberösterreicher. "Dann wird man auch bei uns über Geld reden."

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Bis Weihnachten warten intensive Wochen. In einem Ticketing-Workshop Ende November informiert die UEFA die nationalen Verbände über ihre Kartenkontingente für die Endrunde. Dazu will sich der ÖFB endgültig auf sein EM-Quartier festlegen. "Es ist schon sehr konkret, wir stehen kurz vor dem Abschluss", informierte Windtner. Ein solcher sei noch in diesem Jahr zu erwarten.

EUROphorie nutzen
Die aktuelle Fußball-Euphorie im Land will der ÖFB-Chef auch dazu nutzen, Bewusstsein für den Nachholbedarf in Sachen Infrastruktur zu schaffen. "Da hinken wir in Europa ganz klar hinterher", erinnerte der 65-Jährige. Die Hälfte der Erste-Liga-Clubs verfüge nicht über die infrastrukturellen Voraussetzungen für einen professionellen Fußballbetrieb. Windtner: "Und es geht hinauf bis in die Bundesliga und zu einem Nationalstadion."

Das Ernst-Happel-Stadion in Wien entspricht längst nicht mehr den internationalen Standards, die ein Europacup-Endspiel oder gar ein großes Turnier verlangt. Von einem Neu- oder Umbau ist man derzeit aber noch weit entfernt. "Wir stehen am Beginn. Es geht darum, einen Prozess in Gang zu bringen, in dem man Ideen und gemeinsam mit der Politik mögliche Lösungen findet und sich dann vielleicht zusammensetzt", sagte Windtner.

 

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