Seit seinem Rauswurf bei der AS Monaco im Oktober ist Adi Hütter ohne Verein, verschiedene Klub-Gerüchte realisierten sich schlussendlich nicht. Bereits 2022 fragte der ÖFB beim damaligen Gladbach-Coach an, der aber ablehnte. Nun sprach Hütter selbst über das Österreich-Amt.
Hütter ist zweifelsohne einer der stärksten Auslands-Exporte aus Fußball-Österreich, auch trotz seines Rauswurfs im Fürstentum. Im Interview mit "90minuten" sprach der 56-Jährige über die schwere Trennung und wieso er bislang noch keinen Verein übernommen hat: "Gleich wieder einen Verein zu übernehmen, wäre so, wie wenn du von einer intensiven Beziehung gleich in die nächste hüpfst. Das geht bei mir schon rein emotional nicht."
Er möchte etwas aufbauen und nicht als "Feuerwehrmann" mitten in der Saison einsteigen, wohl auch deshalb landete er nicht bei Tottenham oder Lazio. Doch auch eine Zukunft als Nationaltrainer kommt in den Plänen von Hütter vor, daraus machte er nie einen Hehl.
"Nationaltrainer zu sein, wäre für mich eine Ehre, speziell in Österreich", so Hütter. Wird er Ralf Rangnicks Nachfolger? Nach der WM wird das wohl eher nichts, die Verlängerung des 67-Jährigen um zwei weitere Jahre bis zur EURO 2028 ist so gut wie unterschrieben.
Hütter: "Habe große Ambitionen"
"Aktuell bin ich sehr gerne Klub-Trainer, habe auch da noch große Ambitionen", betonte der 56-Jährige. In zwei Jahren könnte die Situation natürlich ganz anders aussehen. Sein Draht zum Teamchef ist jedenfalls gut: "Wir haben uns im Jänner mal in Mallorca getroffen und gemeinsam ein Spiel angeschaut. Er hat etwas aufgebaut, aus dem heraus eine Euphorie entstanden ist."
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Doch auch er, wie so viele andere, warnte vor: "Wenn jetzt schon einige vom Viertelfinale träumen, ist das nicht ungefährlich. Man braucht ja nur schauen, was uns bei der EURO gegen die Türkei passiert ist." Das Ziel? "Lasst uns die Gruppe erstmals überstehen, das wird schwer genug, und dann weitersehen."