Teamchef Herzog? Krankl sauer über Vorwurf

Krankl-Kolumne

Teamchef Herzog? Krankl sauer über Vorwurf

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ÖSTERREICH-Experte verteidigt dessen mögliche Teamchef-Ernennung.

Unser Nationalteam ist intakt. Das hat nicht zuletzt der 3:2-Quali-Erfolg gegen Serbien gezeigt. Die Jungen haben ihre Chance genützt. Dass wir derart gutes Material aktuell zur Verfügung haben, ist natürlich auch ein Verdienst von Marcel Koller. Aber seine Ära geht zu Ende.

Und meinem ehemaligen Spieler Peter Schöttel wünsche ich für den neuen Job als Sportdirektor des ÖFB alles Gute - insbesondere bei der Teamchef-Suche. Nur um es gleich festzuhalten: Dass er ein gewisses Nahverhältnis zu Kandidat Andreas Herzog hat, ist nichts Schlechtes. Mir gefällt gut, was Schöttel zum Thema der "Verhaberung" zu sagen hatte.

Wir österreichischen Trainer sind genauso gut wie jeder ausländische. Wenn wir versuchen, gemeinsam an einem Strang zu ziehen, so hat das mit "Verhaberung" nix zu tun. Das läuft in jedem anderen Land genauso. Ich gebe Ihnen drei Beispiele:

1. Pep Guardiola ist bei Manchester City mit zwei spanischen Trainern erfolgreich.

2. Carlo Ancelotti nahm vier italienische Trainer zu Bayern mit.

3. Bei José Mourinho kommen zwei Trainer aus Portugal.

Logisch, dass man Betreuer seines Vertrauens holt - das sind meistens Landsleute. Also: Warum soll ein heimischer Sportdirektor keinen heimischen Teamchef holen? Mit "Verhaberung" hat das nichts zu tun.

Was den Ablauf betrifft, bin ich übrigens derselben Meinung wie Herbert Prohaska: Unter Präsident Leo Windtner dürfen zu viele Leute in der so wichtigen Trainer-Frage mitentscheiden. Mir wären weniger lieber - die sollten dafür eine Ahnung von Fußball haben.

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