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Premier League will Videobeweis

Premier League fordert Änderung der Fußballregeln, um den Einsatz moderner Videotechnologie in strittigen Spielsituationen zu erlauben.

"Wir stellen einen Antrag, in dem wir uns für den Videobeweis bei Entscheidungen auf der Torlinie einsetzen", sagte ein Sprecher am Dienstag der britischen Tageszeitung "The Guardian". Das International Football Association Board IFAB, das für Regeländerungen zuständig ist, will sich bei der nächsten Sitzung im Jänner 2007 mit dem Antrag befassen.

Blatter kündigte Torlinien-Kamera bei Klub-WM an
FIFA-Präsident Joseph Blatter hat aber angekündigt, bereits bei der Klub-WM im kommenden Jahr auf den Videobeweis per Torlinienkamera zurückzugreifen. Testläufe mit der dafür notwendigen Technik sollen bei Jugend- und Junioren-Bewerben über die Bühne gehen. "2005 hatten wir bereits Testläufe bei der U17-WM, die zwiespältig ausgefallen sind. Deshalb werden wir 2007 neue Testläufe starten", erklärte der Schweizer in Madrid.

Fehlentscheidungen häufen sich
Nach mehreren mutmaßlichen Fehlentscheidungen in den vergangenen Wochen haben sich zahlreiche Trainer der Premier League für eine Regeländerung ausgesprochen. "Wir brauchen den Videobeweis, denn jeder Fußballfan will Gerechtigkeit. Warum sollen wir uns der Technologie verweigern, wenn es eine Lösung gibt? Wir beleuchten ein Spielfeld ja auch nicht mehr mit Fackeln", sagte Arsene Wenger, der Trainer des Arsenal FC.

Auch Blackburns Coach Mark Hughes setzt sich für den Einsatz von Fernsehbildern ein: "Wenn wichtige Entscheidungen auf höchstem Niveau Auswirkungen auf Vereine, Trainer und Spieler haben, dann muss was getan werden."

FIFA wehrt sich
Der Weltfußballverband FIFA hat sich bisher stets gegen den Videobeweis ausgesprochen. Über Regeländerungen entscheidet das IFAB. In diesem Gremium sitzen acht Mitglieder - vier von der FIFA sowie je ein Vertreter aus England, Schottland, Wales und Nordirland. Für eine Änderung der Fußballregeln ist eine Mehrheit von sechs Stimmen notwendig.