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Deutschland

Prödl schießt Werder zum Sieg

Spektakulärer Treffer ins Kreuzeck sichert 2:1 bei Ivanschitz' Mainz 05.

Sebastian Prödl hat am Samstag sein erstes Tor in der deutschen Fußball-Bundesliga erzielt. Der Steirer, der in der Vorsaison schon im UEFA-Cup seine Visitenkarte abgegeben hatte, schoss den 2:1-Siegestreffer von Werder Bremen auswärts gegen den FSV Mainz 05, wodurch die Norddeutschen bis auf einen Punkt auf den Europa-League-Platz fünf herankamen. Auf der Gegenseite wurde Andreas Ivanschitz in der 34. Minute aus taktischen Gründen ausgewechselt, weil seine Mannschaft nach Rot für Heller ab der 14. Minute nummerisch geschwächt war.

Fehler ausgebügelt
Prödl war in der 27. Minute für den enttäuschenden Abdennour eingetauscht worden und bejubelte zunächst in der 32. Minute die Führung für Werder durch Hunt. Allerdings hatte der nicht für das ÖFB-Team nominierte Verteidiger, der rechts in der Viererkette agierte, eine Mitschuld am 1:1 durch Bance kurz vor der Pause, das von einem Fehlpass des 22-Jährigen eingeleitet wurde. In der 50. Minute folgte dann der große Auftritt von Prödl, als er Fathi im Strafraum aussteigen ließ und mit links genau ins Kreuzeck traf.

Punkte für Ibertsberger, Fuchs
Ein Erfolgserlebnis gab es auch für Andreas Ibertsberger, der auswärts gegen Schlusslicht Hertha BSC 2:0 siegte. Christian Fuchs erreichte mit dem VfL Bochum daheim gegen den Tabellen-16. Nürnberg ein 0:0, die Bochumer wahrten damit ihren Neun-Punkte-Polster auf den Relegationsplatz.

Korkmaz bei Niederlage eingewechselt
Ümit Korkmaz, der vor vier Wochen einen doppelten Jochbeinbruch erlitten hatte, wurde mit Gesichtsmaske bei der 1:2-Auswärtsniederlage seines Clubs Eintracht Frankfurt gegen den VfB Stuttgart in der 56. Minute eingewechselt. Matchwinner für die Schwaben war einmal mehr Cacau, der im Doppelpack traf und damit binnen einer Woche sieben Treffer erzielte.

Leverkusen nur remis
Bayer Leverkusen hat trotz einer Nullnummer den historischen Bundesligarekord perfekt gemacht. Mit dem 0:0 gegen den 1. FC Köln verlängerte die Fußball-Werkself ihre beeindruckende Serie auf 24 Spiele ohne Niederlage. Bayer-Trainer Jupp Heynckes war mit dem jetzigen Leverkusener Titel-Rivalen Bayern München in der Saison 1988/1989 vom Start weg 23 Mal ungeschlagen geblieben.

Vor über 30.000 Zuschauern in der ausverkauften BayArena verpassten die Leverkusener am Samstagabend allerdings im 50. Erstliga-Duell der rheinischen Rivalen den siebenten Bundesliga-Heimsieg in Folge. Mit einem Erfolg gegen den HSV kann der FC Bayern München Bayer am Sonntag an der Spitze ablösen. "Wir sind schon sehr enttäuscht", sagte Leverkusens Stürmer Stefan Kießling. "Wenn die mit Mann und Maus hinten stehen, ist es schwierig, durchzukommen."