Rapid: Aufatmen nach Sieg bei Admira

Selbstvertrauen kehrt zurück

Rapid: Aufatmen nach Sieg bei Admira

Rapid-Coach Schöttel hofft auf Aufholjagd bis zur Winterpause.

Bei Rapid war die kollektive Erleichterung nach dem 2:0-Auswärtssieg am Sonntag gegen die Admira fast schon mit den Händen greifbar. Nach turbulenten vergangenen Wochen mit vielen Rückschlägen gelang es dem Fußball-Rekordmeister vorerst, Rang drei abzusichern und dem Tabellenzweiten Red Bull Salzburg bis auf vier Punkte nahezurücken.

Trainer Peter Schöttel freut sich nun auf beschauliche kommende Tage. "So ein Sieg ist sehr wichtig, wenn man bedenkt, wie unruhig es in den letzten Wochen im und rund um den Verein war. Jetzt können wir ein paar Tage in Ruhe arbeiten", erklärte der 45-Jährige.

Schöttel will Rückstand verkleinern
Zusätzliche Freude bereitet dem Coach der Blick auf die nächsten Aufgaben in der Bundesliga - in den restlichen drei Partien vor der Winterpause geht es gegen SV Ried, Wacker Innsbruck (jeweils daheim) und SC Wiener Neustadt (auswärts). "Da hoffen wir schon, dass wir den Rückstand auf die Tabellenspitze (Anm.: Rapid liegt neun Punkte hinter Leader Austria) noch reduzieren können."

Lazarett lichtet sich
Der Optimismus von Schöttel wird durch die Personalsituation genährt. Steffen Hofmann gab nach überstandenem Muskelfaserriss in der Südstadt sein Comeback, und wenn Muhammed Ildiz in den kommenden Tagen seine Erkrankung überwindet, steht dem Wiener am Samstag gegen Ried mit Ausnahme des gesperrten Guido Burgstaller der komplette Kader zur Verfügung. "Gott sei Dank wird unsere Verletztenliste kleiner. Am größten war sie ausgerechnet vor ein paar Wochen, als wir die schwierigsten Gegner in der Meisterschaft und in der Europa League hatten."

Hofmann wollte nichts riskieren
Damals mussten die Hütteldorfer auch auf Hofmann verzichten, der bei seiner 45-minütigen Rückkehr in der Südstadt gleich wieder zeigte, wie wichtig er für die Mannschaft sein kann. "Ich habe seine Leistung sehr positiv gesehen. Mich hat gewundert, dass er so früh rausgegangen ist, aber er hat gesagt, er spürt den Oberschenkel und wollte kein Risiko eingehen, daher ist das in Ordnung", meinte Schöttel.

Diskussionen um Rapid-Elfer
Die Treffer in der Südstadt erzielte Rapid erst nach Hofmanns Auswechslung - den ersten aus einem Elfmeter, dessen Berechtigung von Admira-Betreuer Dietmar Kühbauer massiv angezweifelt wurde. Schöttel sah dies etwas anders: "Das war eine ungeschickte Attacke von Schrott, aber Trimmel geht nicht so leicht zu Boden."

Außerdem hätte Rapid laut dem Trainer schon in der ersten Hälfte bei einem Zweikampf zwischen Deni Alar und Peter Pöllhuber einen Strafstoß bekommen müssen. "Von der Bank aus gesehen war es für mich ein ganz klarer Elfer, nach den TV-Bildern ist es für mich noch immer ein Elfer, aber nicht mehr ganz so klar."

Rapid besser als im Vorjahr
"Schön und schwer" sei der Sieg über die Südstädter gewesen. "Einige Spieler kommen schon am Zahnfleisch daher, was logisch ist. Wir hätten das Match früher entscheiden müssen", monierte Schöttel und wies darauf hin, dass seine Mannschaft derzeit vier Punkte mehr als zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison auf dem Konto hat. "Ich glaube, dass unsere Entwicklung in die richtige Richtung geht. Dass bei Rapid immer alles sehr kritisch gesehen wird, ist normal, aber wir dürfen uns teamintern nicht schlechter machen, als wir sind."

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