Rapid vs. Mattersburg

Bundesliga

Rapid besiegte SV Matterburg 3:1

Rapid siegte im Hanappi-Stadion 3:1 gegen den SV Mattersburg. Damit rückten sie kurzfristig an die Tabellenspitze (ex equo mit LASK Linz).

Rapid ist am Samstag mit dem 3:1 gegen Mattersburg nicht nur an den Burgenländern vorbei, sondern gleichzeitig vor den punktegleichen LASK und Austria zum zweiten Mal in dieser Saison an die Tabellenspitze der T-Mobile-Bundesliga gestürmt. Bei exakt gleichem Torverhältnis wie die Linzer (je 33:25), aber um einen Sieg mehr. Die Austria hat sich allerdings schon am Sonntag die Führung zurückgeholt, die Violetten gewannen in Kärnten mit 0:1.

13.100 Zuschauer
Dober (dritter Treffer im dritten Heimspiel in Folge) mit einem Freistoß aus 30 Metern (28.), Bazina (49.) und Hofmann (81./Elfer) schossen vor 13.100 Zuschauern die Tore zum achten Rapid-Sieg im zehnten Heim-Duell mit den Mattersburgern, die zum ersten Mal nach sechs Runden wieder einmal verloren.

Burgenländer-Tor in der 66. Minute
Die Burgenländer hielten in der flotten Partie nach der Pause gut mit und waren im Ansatz auch mehrmals gefährlich. Sie kamen aber nur ein einziges Mal durch, als Atan in der 66. Minute nach Vorarbeit von Mravac aus halblinker Position ins kurze Eck traf, wobei Dober den Ball entscheidend zum 1:2 abfälschte.

Für das 1:0 sorgte in der 28. Minute Dober nach einem kurz abgespielten Freistoß mit einem Scharfschuss aus 30 Metern, bei dem allerdings Borenitsch nicht allzu gut aussah. Ein Konter führte in der 49. Minute zum 2:0. Heikkinen schickte Hoffer, dieser ließ Mravac stehen und legte ideal für Bazina auf, der mit seinem sechsten Saisontor ins leere Tor traf (49.). Nach dem 1:2 kamen die Mattersburger in der 72. Minute dem Ausgleich bei einem Kopfball von Pöllhuber nach Kühbauer-Freistoß nahe, Payer hielt.

Nachdem Hoffer nach einem weiten Abschlag von Hiden in der 79. Minute überhastet die Chance auf das 3:1 vergeben hatte, fiel der Rapid-Stürmer eine Minute später nach einer nicht allzu harten Attacke von Pöllhuber im Strafraum - Elfer. Hoffer war allerdings aus Abseitsposition nach Pass von Bazina gestartet. Hofmann, der kurz vor der Pause einen Schuss von Sedloski auf der Linie abgewehrt hatte, verwandelte den Penalty souverän zum 3:1 (81.).

Elfer für die Burgenländer
Der Schweizer Referee Bruno Grossen pfiff dann auch einen mehr als umstrittenen Elfer für die Burgenländer, als Pöllhuber nach einem Kühbauer-Freistoß Boskovic aus kurzer Distanz an die Hand köpfelte. Sedloski scheiterte jedoch mit seinem Strafstoß an Helge Payer, der in dieser Saison auch schon gegen Hutwelker und Zickler erfolgreich gewesen war.

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Nach dem positiven Ausgang der Generalversammlung hat der FC Wacker Innsbruck am Samstagabend auch auf sportlicher Ebene zumindest einen Teilerfolg gefeiert. Die Tiroler trennten sich in der 19. Runde der T-Mobile Fußball-Bundesliga in der Cashpoint-Arena im "Sechs-Punkte-Spiel" von Altach mit 1:1 (0:0). Carreno brachte die Altacher in Führung (70.), Orosz gelang aber in der Schlussphase noch der verdiente Ausgleich (82.).

Abwechslungsreiche Partie
Von Beginn an entwickelte sich eine flotte und abwechslungsreiche Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Nach einer Chinchilla-Idealflanke fand der bei Altach für den angeschlagenen Jagne als hängende Spitze aufgestellte Patrick Mayer mit einem Kopfball aus sieben Metern seinen Meister in Innsbruck-Goalie Pavlovic (15.). Dazu ging ein "Spitz" von Bernardi nach idealer Guem-Vorarbeit nur um Zentimeter am Tor des Tabellenschlusslichtes vorbei (30.).

Die Elf von Sportdirektor und Interimscoach Helmut Kraft, die neben Langzeitausfall Grüner auch Mader (Grippe) und Mimm (gesperrt) vorgeben musste, wurde nur einmal richtig gefährlich: Regisseur Kolousek spielte den Ball in den Lauf von Orosz, die ungarische Solospitze schoss allerdings alleinstehend aus 18 Metern weit über das Tor (44.).

500 mitgereiste Fans
Nach dem Seitenwechsel wurden die Innsbrucker endlich auch von den mehr als 500 mitgereisten Fans unterstützt, die aufgrund der Verspätung des Fanzuges (wegen dem schlechten Wetter) erst gegen Ende der ersten Hälfte den Weg ins Stadion gefunden hatten. Bei leichtem Regen übernahmen aber einmal mehr in der zweiten Hälfte die Hausherren das Kommando. Der eingewechselte Kirchler flankte ideal auf Mayer, dessen Kopfball-Aufsetzer wurde aber von Pavlovic pariert (52.).

Außerdem musste die Kraft-Elf ab der 69. Minute nach einer Gelb-Roten Karte für Thomas Eder nach wiederholtem Foulspiel mit einem Mann weniger auskommen. Und aus dem verhängten Freistoß lieferte Pfister die Vorlage für Innenverteidiger Carreno, der per Kopf mit seinem 3. Saisontor zum verdienten 1:0 für die Vorarlberger traf (70.).

Die Innsbrucker gaben aber nie auf und wurden vor allem nach dem Ausschluss von Altachs Stürmer Leonardo, der Hattenberger einen Ellbogencheck versetzte, immer stärker. Sieben Minuten vor dem Ende war es Innsbrucks Toptorschütze Peter Orosz, der nach einer Kolousek-Flanke und einem Carreno-Stellungsfehler völlig frei stehend am langen Eck zum Kopfball kam und den wichtigen Ausgleich besorgte (82.).

Altacher hielten Vorsprung
Die siebentplatzierten Altacher (21 Punkte) hielten damit den Neun-Punkte-Vorsprung auf Schlusslicht Innsbruck (12), das aber zumindest den Rückstand auf Austria Kärnten (16) verringerte. Die Vorarlberger sind damit schon seit sieben Runden (Torverhältnis 6:2) ungeschlagen und haben in den drei Saisonduellen mit den Tirolern, sieben Punkte geholt. Die Innsbrucker, die den zweiten Punkt in der Fremde in der laufenden Saison holten, warten damit weiter seit dem 8. November 2006 (2:0 in Pasching) vergeblich auf einen Auswärtssieg.

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Mit einem torlosen Remis im Spiel der 19. Runde der T-Mobile Fußball-Bundesliga haben sich am Samstag der SV Ried und Sturm Graz getrennt. Dank des 0:0 haben sich Hans-Peter Berger und Co. nach zwei Auswärtsschlappen etwas konsolidiert und wohl auch dem Trainerduo Thomas Weissenböck/Gerhard Schimpl wieder etwas Luft verschafft.

Ried zeigte sich auf feuchtem Terrain auch ohne Regisseur Herwig Drechsel von seiner lauffreudigen Seite, schaltete schnell von Defensive auf Offensive um und diktierte in der ersten halben Stunde das Geschehen klar. Für dicke Luft im Grazer Strafraum war gesorgt: Rzasa (5.), Akagündüz (8.), Toth (11.), Salihi (21., 35.) und Pichorner (25.) scheiterten aber entweder am starken Graz-Goalie Gratzei bzw. am eigenen Unvermögen.

In der 36. Minute war es Marko Stankovic, der mit einem prächtigen Weitschuss Ried-Goalie Hans-Peter Berger erstmals in die Rolle eines Panthers zwang. Beim folgenden Eckball zitterten die Ried-Fans erneut, diesmal musste auch die Latte "helfen".

Keine Grazer Akzente
Die Gastgeber zeigten sich in der Folge vom verletzungsbedingen Ausfall Jürgen Pichorners (der ab der 36. Minute von Hadzic ersetzt werden musste) offensichtlich leicht beeindruckt. Graz nützte die Gelegenheit und wirkte bis zum Pausenpfiff bemühter, ohne aber entscheidende Akzente zu setzen. Auch die Steirer wurden überdies vom Verletzungsteufel zu einem Wechsel gezwungen, Friess lief in der 33. Minute für Lamotte ein.

4.800 Zuseher erlebten zu Beginn der zweiten Hälfte eine flotte, teilweise aber auch fehlerhafte Partie. Beide Teams kamen zu mehreren Chancen, die beste machte Ried-Schlussmann Berger zunichte, der einen Muratovic-Hammer aus wenigen Metern entschärfte (56.).

Abseits-Treffer
Das einzige Tor der Partie entpuppte sich als vermeintlicher Abseits-Treffer, der nicht gegeben wurde: Stankovic hatte nach einem präzisen Lochpass Berger bezwungen, an der Seitenlinie war freilich bereits einen Moment zuvor die Fahne des Schiedsrichter-Assistenten in die Höhe geschnellt (75.). Bitter für die Grazer, weil es eigentlich Rieds Oliver Glasner gewesen war, der den Ball nach Vorlagengeber Haas noch berührt hatte. In der 88. Minute schickte Schiri Brugger Sturms Thomas Krammer dann wegen Kritik mit Gelb-Rot vom Platz. Ein qualitativ nur mäßiger Schlagabtausch blieb bis zum Schluss offen, Tore fielen aber keine mehr.

Nach vier klaren Heimsiegen in Folge musste sich Ried wieder mit einem Unentschieden zufriedengeben, Sturm hält in der laufenden Saison weiterhin bei nur einem Auswärtssieg. Die Defensivbilanz der Grazer kann sich aber dennoch sehen lassen: Im vierten Spiel in Folge blieben die Blackys ungeschlagen und haben kein Gegentor kassiert.