Rapid hat das Siegen verlernt

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Rapid hat das Siegen verlernt

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Nach Spieler-Ausverkauf im Sommer fehlt Rapid die Effizienz im Angriff.

65 Prozent Ballbesitz, 23:7 Schüsse, 13:1 Flanken, aber wieder nur 1:1 ­gegen Sturm Graz gespielt. Rapid kann nicht mehr gewinnen. „Wir haben Spiel und Gegner beherrscht, aber unsere Chancen nicht genützt“, sagte Kapitän Steffen Hofmann. „Es waren wieder zwei verlorene Punkte. Wir haben viel Aufwand betrieben, waren in allen Belangen besser. Deshalb ist es sehr traurig, dass sich die Mannschaft nicht selber belohnt hat“, stinkt auch Zoran Barisic die katastrophale Chancenauswertung.

Fans fordern Vollstrecker, aber Müller sagt nein
Denn der Rapid-Coach weiß: Seit dem Verkauf von Sabitzer, Boyd und Burgstaller ist der Sturm der Hütteldorfer nur noch ein leises Lüftchen. „Wir sind über die Flügel durchgebrochen, wir haben sehr viele Flanken ­geschlagen, wir sind immer wieder zum Torabschluss gekommen, wir haben den Ball sehr gut zirkulieren lassen und waren auch sehr geduldig in vielen Situationen. Aber wir haben das 2:0 einfach nicht gemacht“, klagt Barisic. Auch die Fans fordern im Internet noch einen echten Vollstrecker.

"Es hilft jetzt nichts, den Spielern nachzuweinen"
Doch Manager Andreas Müller hat Rapids Einkaufsprogramm längst beendet. Und das einen Monat vor Transferschluss! Der einzige echte Neuzugang im Angriff bleibt damit Beric von Sturm. Doch ausgerechnet ihm brannten im Duell mit dem Ex-Klub die Sicherungen durch. Damit wird auch der Slowene am Samstag im Heimspiel gegen Altach fehlen. Keine leichte Aufgabe für Zoran Barisic!

Der Rapid-Coach: „Was hilft es, den Spielern, die uns verlassen haben, nachzuweinen. Die Mannschaft, die da ist, braucht jetzt Ruhe und Wertschätzung. Wir dürfen den Glauben an uns nicht verlieren.“

"Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es wieder klappt"
Auch wenn fünf Punkte aus vier Runden für den Rekordmeister zu wenig sind, ist Barisic überzeugt, dass sich das Blatt schon bald wenden wird: „Ich weiß, was diese Mannschaft leisten kann. Es ist für mich deswegen nur eine Frage der Zeit, bis das Glück wieder auf unserer Seite ist.“ Vielleicht ja schon am kommenden Samstag (16.30 Uhr) im nächsten Heimspiel gegen Aufsteiger Altach.

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