Rapid: Anrainer gehen auf Barrikaden

Neues Stadion

Rapid: Anrainer gehen auf Barrikaden

Kleine Gruppe sorgt mit großem Forderungskatalog für Unruhe.

"Ich bin sehr optimistisch, dass wir unseren Zeitplan einhalten können", sagt Rapids Vize Christoph Peschek. Heißt: Die Baugenehmigung für das neue Stadion soll Rapid im Herbst bekommen. Dann werden die Abrissarbeiten am Hanappi-Stadion beginnen. Peschek begründet seinen Optimismus damit, dass in der vergangenen Woche zwei grundlegende Entscheidungen von der Stadt getroffen worden sind.

Hütteldorfer jetzt auch Eigentümer des Stadions
1. Die Rapid-Sportstätten-GmbH wird nicht Pächter des neuen Stadions, sondern Eigentümer. Grundbesitzer bleibt aber die Stadt.

2. Das neue Stadion wird mit 20 Millionen Euro (das ist jene Summe, die Rapid für die Sanierung des Hanappi-Stadions bekommen hätte) subventioniert.

Präsident Michael Krammer: "Das Prozedere zur Erreichung einer Baugenehmigung für unser neues Allianz-Stadion läuft, und besonders erfreulich ist zudem, dass verbindliche Zusagen für die Finanzierung durch einen langfristigen Kredit bei renommierten Instituten vorliegen!" Das Jahrhundertprojekt soll im Sommer 2016 stehen.

Der Mieterbeirat erhob Einspruch bei Baupolizei
Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt. Der Mieterbeirat des anliegenden Hugo-Breitner-Hofs hat an die Baupolizei einen vierseitigen Forderungskatalog geschickt. Hauptkritikpunkt: Überschreitung der Flächenwidmung. Sprecher Gerhard Kuchta: "Es wird mindestens um einen Rang zu hoch gebaut, wird sind gegen die Stehplätze." Vize Peschek sieht dem Einspruch gelassen entgegen. "Wir bewegen uns in der bestehenden Flächenwidmung. Wir haben alles abgeklärt." Das wird die Bauverhandlung Ende September zeigen.

Diashow: Das ist das neue Rapid-Stadion


"Wir bauen ja keine Hundewiese"


ÖSTERREICH: Herr Peschek, wie bewerten Sie den Einspruch des Mieterbeirats?

Christoph Peschek: Wir versuchen immer, die Anrainer miteinzubeziehen.

ÖSTERREICH:
Sind die Probleme mit den Anrainern zu lösen?

Christoph Peschek:
Im Hugo-Breitner-Hof wohnen rund 2.500 Leute, davon sind 800 für einen Neubau des Stadions.

ÖSTERREICH:
Sie kennen aber den Forderungskatalog von Herrn Kuchta?

Christoph Peschek: Wir nehmen Herrn Kuchta sehr ernst und werden seine Anliegen berücksichtigen. Wir bauen aber ein Stadion und keine Hundewiese.