Rapid tankt Selbstvertrauen für Euro League

Nach 2:2 im Derby

Rapid tankt Selbstvertrauen für Euro League

Barisic-Elf sieht sich für Rückspiel gegen Helsinki gut gerüstet.

Rapid hat am Sonntag die Generali-Arena des Erzrivalen Austria als moralischer Sieger verlassen. Das 2:2 im leidenschaftlich geführten 310. Wiener Derby machte den Grün-Weißen vor allem Mut für die bevorstehende heikle Europacup-Aufgabe. Am Donnerstag (20.30 Uhr im oe24-Liveticker) müssen die Rapidler im Play-off-Rückspiel der Europa League im Ernst-Happel-Stadion gegen HJK Helsinki einen 1:2-Rückstand wettmachen.

Versöhnung mit Fans
"Wenn du zweimal einen Rückstand aufholst, dann nimmst du dieses 2:2 als positives Ergebnis mit", meinte Rapid-Trainer Zoran Barisic. Denn seine Truppe zeigte Moral, glich durch Robert Beric (35.) und Stefan Schwab (85.) zweimal aus und schaffte damit auch die Versöhnung mit den Fans.

Im Gegensatz zu den jüngsten Rapid-Partien spendete der Rapid-Anhang den Kickern nach Schlusspfiff Applaus, gegen Helsinki hofft man nun auf ein mit 25.000 Zuschauern gut gefülltes Stadion.

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    Die Anfangsphase war aus Rapid-Sicht "konfus" (Barisic), trotz Ballbesitz bei der Auflage lag man bereits nach 17 Sekunden 0:1 zurück. "So etwas darf natürlich niemals passieren. Aber es spricht für die Mannschaft, dass sie das repariert hat", meinte Barisic. Barisic freute sich, dass seine Offensivakteure Selbstvertrauen für die Partie gegen Helsinki getankt haben: Beric und Schwab mit ihren Toren, Louis Schaub mit dem Assist zum 1:1.

    Moralinjektion für Helsinki-Rückspiel
    Bei Routinier Steffen Hofmann zwickte die Wade. Der Kapitän wurde nach einer knappen Stunde ausgewechselt, sah seinen Einsatz am Donnerstag aber nicht gefährdet. "Wir nehmen aus dem Derby das Positive mit. Denn wir haben gezeigt, dass wir als Mannschaft in ein Spiel zurückkommen können", sagte der Deutsche.

    Genauso sah es Abwehrspieler Mario Sonnleitner. "Wir haben uns dank starker Moral einen Auswärtspunkt geholt. Und wir sind weiter ungeschlagen gegen die Austria und auch in der Tabelle vor der Austria", freute sich Sonnleitner. Schließlich haben die Hütteldorfer mittlerweile sechs Derbys in Folge nicht verloren.

    Geduldspiel gegen "Finnen-Beton"
    "In der Tabelle hilft uns der Punkt nicht wirklich weiter. Aber fürs Selbstvertrauen dieser jungen Truppe war das Unentschieden extrem wichtig", befand Schwab, der angesichts des Entscheidungsspiels um die Europa-League-Teilnahme von einer "extrem wichtigen Woche für den Club" sprach.

    Gegen Helsinki erwarten die Rapidler ein Geduldspiel. "Sie werden kompakt stehen. Wir müssen versuchen, sie eventuell über die Flügel aufzureißen", meinte Steffen Hofmann. "Es wird wie ein Spiel gegen Altach oder die Admira. Die werden sich mit Mann und Maus hinten reinstellen", glaubte Sonnleitner.