Ried und Mattersburg zittern sich weiter
Ried und Mattersburg zittern sich weiter

ÖFB-Cup

Ried und Mattersburg zittern sich weiter

Die Rieder mussten für den Cup-Aufstieg ins Elfmeterschießen.

Für Vorjahresfinalist SV Ried ist in der 2. Cup-Runde fast Endstation gewesen. Die Innviertler behielten im Oberösterreich-Duell mit dem Regionalligisten Union St. Florian erst im Elfmeterschießen hauchdünn mit 5:4 die Oberhand. Nach 90 und 120 Minuten war es nach Toren von Roland Hinterreiter (67.) sowie Thomas Reifeltshammer (53.) jeweils 1:1 gestanden.

Wenig Unterschied
Zwischen dem Regionalliga-Gastgeber und dem Bundesligisten war eigentlich kaum ein Unterschied zu erkennen. Die zuletzt auch in der Meisterschaft schwächelnden Oberösterreicher blieben vieles schuldig. Auch der Führungstreffer durch den aufgerückten Reifeltshammer nach einem Eckball (53.) gab den Gästen keinen Schub.

   Und dank eines Tormannfehlers war die Truppe aus St. Florian wieder zurück im Spiel. Nach einem Patzer des diesmal für Stammgoalie Gebauer aufgebotenen Schober köpfelte Hinterreiter zum 1:1 ein (67.). Die Heimischen strotzen daraufhin vor Selbstvertrauen, vor allem auch weil sie nach einer Gelb-Roten Karte für Hadzic nach einem Foul (71.) in Überzahl agierten. Die beste Chance auf die Entscheidung in der regulären Spielzeit hatten aber die Rieder: ein Meilinger-Freistoß ging an die Latte (86.). In der Verlängerung rettete der Underdog das 1:1 über die Zeit.

   Das Elfmeterschießen begann für die Rieder mit einem vergebenen Versuch von Reiter denkbar schlecht. Da Trauner, Gartler, Nacho, Hinum und Reifeltshammer in der Folge trafen und auf der anderen Seite Mitterndorfer (der die Entscheidung herbeiführen hätte können) vergab und Winkler an Schober scheiterte, lebt die die Chance der Rieder auf einen neuerlichen Finaleinzug weiter.

Alle Infos zu Bad Vöslau - Mattersburg

Schwerer als erwartet war für den SV Mattersburg das Cup -Antreten beim NÖ- Landesliga -Club Bad Vöslau. Nur mit viel Bauchweh stießen die Burgenländer ins Achtelfinale des ÖFB-Fußball-Cups vor. Die Mattersburger mussten gegen den ASK Bad Vöslau hart kämpfen, um den knappen 3:2-(1:1)-Sieg zu fixieren. Der eingewechselte Thorsten Röcher sorgte im Duell mit dem Tabellenführer der niederösterreichischen Landesliga erst in der 90. Minute für die Entscheidung zugunsten des leicht überlegenen Bundesligisten.

B-Team
Mattersburg-Trainer Franz Lederer veränderte seine Truppe gegenüber der 1:5-Auswärtsniederlage bei der Admira in der Meisterschaft am Samstag an mehreren Positionen. Ersatzgoalie Markus Böcskör hütete das Tor, zudem rückten Alois Höller, Christian Gartner und der neunfache Amateure-Saisontorschütze Christian Ressler in die Mannschaft. Einserstürmer Ilco Naumoski erhielt genauso eine Pause wie Abwehrspieler Adnan Mravac, Manuel Prietl fehlte gesperrt.

Packender Schlagabtausch
Vor 656 zahlenden Zuschauern brachte Dominik Altrichter den von Willi Kreuz gecoachten Underdog überraschend in Führung (12.). Mattersburgs Amateure-Goalgetter Ressler (30.) und Michael Mörz (69.) drehten die Partie vorerst zugunsten der Lederer-Elf. Die in der ersten Runde gegen St. Pölten siegreichen Bad Vöslauer steckten aber nicht auf und kamen durch Jochen Wöhrer zum 2:2 (84.). Als alle schon mit einer Verlängerung rechneten machte "Joker" Röcher aber doch noch den Favoritensieg perfekt. Dass Mörz in der Nachspielzeit (93.) mit einem Foulelfmeter an Bad-Vöslau-Goalie Michael Stöckl scheiterte, fiel nicht mehr ins Gewicht.

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Der WAC hat sich am Mittwoch als einziger Bundesliga-Club im Cup absolut keine Blöße gegeben. Der Bundesliga-Aufsteiger aus Kärnten fertigte den Grazer Regionalliga-Club GAK in der UPC-Arena mit 6:0 (4:0) ab. Der Spanier Ruben Rivera mit einem Triplepack (8., 63, 64.), Sandro Zakany mit zwei Toren (9., 28.) und Stephan Stückler (23.) sorgten vor rund 1.500 Zuschauern für klare Verhältnisse.

   WAC-Trainer Nenad Bjelica hatte im Hinblick auf das Meisterschaftsauswärtsspiel am Samstag bei der Wiener Austria eine "Zweier-Garnitur" aufgeboten. Im Vergleich zum knappen 1:0-Auswärtssieg in Innsbruck am Samstag kamen gleich acht "neue" Spieler zum Zug.