So plant Rapid den Meistertitel

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So plant Rapid den Meistertitel

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Trotz turbulenter Hinrunde Winterkönig. Doch Schöttel sagt: Austria, Bullen Titelfavoriten.

Wenige Minuten nach dem erlösenden 2:1-Sieg gegen die Admira kam die erste Frage nach dem Meistertitel. Doch Rapid -Coach Peter Schöttel blockte ab – trotz Winterkrone: „Favorit sind sicher nicht wir. Das bleiben für mich weiterhin Salzburg und die Austria. Die haben die besten und die ausgeglichensten Kader.“

Und Rapid? „Wir sind noch nicht so stabil“, mahnt Schöttel. Und nimmt dabei auch die eigenen Fans in die Pflicht: „Stabilität bekommen wir erst, wenn uns die Anhänger auch mal in schlechten Phase unterstützen. Stattdessen gibt es nach einer schlechten Aktion Pfiffe und einzelne Spiele werden beschimpft. Das ist nicht das, was Rapid über viele Jahrzehnte so stark gemacht hat. Fürs neue Jahr wünsche ich mir, dass die Fans wieder näher an die Mannschaft rücken.“

Gegen die Admira sah Schöttel einen Rückfall
Spielerisch war Rapid zumindest in der ersten Hälfte gegen die Admira nahe an dem, was Schöttel will. Die Grün-Weißen schalteten nach Ballgewinnen schnell um, spielten zielstrebig in die Spitze, erarbeiteten sich vier hochkarätige Chancen – verwerteten aber nur eine (durch Nuhiu, 5.).

In der zweiten Halbzeit sah Schöttel dann einen krassen Rückfall: Die Admira kam auf, glich aus (Schrott, 55.) und war kurz vorm 1:2: Hosiner scheiterte aus sieben Metern (60.) ...

Zum Glück hatte Schöttel diesmal eine Gold-Hand: Sein Joker Alar traf in Minute 78 nach tollem Solo zum 2:1. Und krönte eine turbulente Hinrunde (mit Platzsperre, Fanboykott und sportlichen Durststrecken) mit dem inoffiziellen Titel „Winterkönig“.

Doch trotz der schönen Momentaufnahme weiß Schöttel genau: Rapid profitierte auch von eklatanten Schwächen der übrigen Topklubs. Deshalb will Rapids Rekordspieler seine Mannschaft weiter umbauen. „Ich schmeiße niemanden raus“, so Schöttel. „Aber ich wäre gesprächsbereit, wenn sich der eine oder andere verändern will.“

Sechs Spieler dürfen weg – Schöttel will Neue holen
Folgende Spieler dürfen gehen: Payer, Salihi, Gartler, Thonhofer, Patocka, Prokopic und Saurer. Drazan, an dem Basel Interesse zeigt, würde nur bei entsprechender Ablöse (ca. 2,5 Mio. Euro) die Freigabe erhalten. Auf Schöttels weihnachtlicher Wunschliste stehen Admiras Abwehrchef Dibon und ein treffsicherer Stürmer. Schöttel: „Wir müssen unsere Chancen besser nützen.“ Im Gespräch sind u.a.: Admiras Hosiner, Sturms Kienast und Schalkes deutscher U19-Teamstürmer Philipp Hofmann (per Ausleihe).

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