Sturm: Angst vor Randalen in Ungarn

Wie 2008 gegen Honved?

Sturm: Angst vor Randalen in Ungarn

Alarmstufe Rot vor dem Rückspiel von Sturm Graz bei Videoton in Ungarn.

Österreichs Meister reist Dienstag Vormittag zum Champions-League -Qualifikationsmatch nach Szekesfehervar (Mittwoch, 20.30 Uhr). Nach dem 2:0-Erfolg im Hinspiel sind alle davon überzeugt, dass Sturm in die dritte Runde stürmt. Und dennoch geht in Graz die Angst um.

Begleitschutz für Grazer Fan-Busse ab der Grenze
Im Juli 2008 hatte es bei der UI-Cup-Partie von Sturm gegen Honved in Budapest arge Ausschreitungen gegeben. Damals waren Sturm-Anhänger von ungarischen Hooligans und Security-Leuten attackiert worden. In Internet-Foren werden für Mittwoch ähnliche Aktionen angekündigt. Jetzt läuten sämtliche Alarmglocken.

30 Sturm-Ordner fahren nach Ungarn mit. Die zehn Fan-Busse aus Graz werden ab der Grenze von der ungarischen Polizei in die 100.000-Einwohner-Stadt Szekesfehervar eskortiert.

Security stürmte Sektor mit den Sturm-Anhängern
Sturm bekam von Videoton 1.600 Karten für das Spiel im Sostoi-Stadion (14.000 Zuschauer Fassungsvermögen). Sicherheitschef Bruno Hütter: „Es wird alles unternommen, damit sich die unschönen Szenen von 2008 nicht wiederholen.“ Die ungarische Exekutive ist gewarnt. Beim Honved-Match vor drei Jahren gab’s bereits in der Budapester Innenstadt die ersten Übergriffe. Das setzte sich im Stadion fort. Nachdem Sturm-Fans dann Leuchtraketen abgeschossen hatten, wurde der Sektor mit den Anhängern aus Graz von der Security gestürmt. Es gab eine wilde Prügelei und Verletzte.

Die UEFA wird alles ganz genau beobachten
Die UEFA verdonnerte Sturm zu einer Geldstrafe in Höhe von 25.000 Euro. Außerdem musste der Verein an Honved 5.600 Euro wegen Sachbeschädigung zahlen. Bei Sturm schüttelt man noch heute den Kopf über dieses fragwürdige Urteil.

Aber nun konzentrieren sich alle darauf, dass beim Champions-League-Qualifikationsspiel am Mittwoch in Szekesfehervar nichts passiert. Auch die UEFA wird das ganz genau beobachten.

In 3. Runde Reise nach Tiflis
Gut für Sturm: Zestafoni , Gegner in der dritten Runde, darf nicht daheim spielen! Die UEFA teilte dem österreichischen Meister mit, dass ein Drittrunden-Qualifikationsmatch gegen Zestafoni (Spieltermine: 26./27. Juli und 2./3. August) in Tiflis stattfinden würde.

Den Verein aus der 80.000-Einwohner-Stadt im Westen Georgiens gibt es erst seit 2004, wurde vom reichen Besitzer eines Stahlwerks gegründet. Das Stadion erfüllt allerdings nicht die Auflagen der UEFA. Bisher durfte Zestafoni nur mit einer Ausnahmegenehmigung daheim antreten – doch jetzt schaltet die UEFA auf hart.

Sturm erwartet Ende Juli eine lange Reise und eine Zeitumstellung, aber an Tiflis haben die Grazer sehr gute Erinnerungen. Dort schafften sie in der Europa-League-Qualifikation gegen Dinamo Tiflis mit 2:0 und 1:1 sicher den Aufstieg.

Dudic kommt
Ex-Bulle Milan Dudic dürfte heute in Graz unterschreiben – der Verteidiger hat die Bedingungen von Sturm akzeptiert.