Stuttgart bejubelt "Super-Ösi" Harnik

Drei Cup-Tore

Stuttgart bejubelt "Super-Ösi" Harnik

ÖFB-Spieler spielen groß auf: Harnik, Maierhofer als Matchwinner.

Diesen Tag wird Martin Harnik wohl so schnell nicht vergessen: Quasi im Alleingang schoss der ÖFB-Teamspieler seinen Vfb Stuttgart als Joker in die dritte Runde des DFB Cup. Der 23-Jährige kam gegen Viertligist Chemnitz beim Stand von 0:1 aus Sicht der Schwaben in der 77. Minute aufs Spielfeld. Nur zwei Minuten später rettete Harnik sein Team in die Verlängerung. Dort macht er mit zwei weiteren Treffern alles klar.

Zauber-Tore
Die Tore des "Super-Ösi" ("Bild") waren dabei eines schöner als das andere. Beim ersten Tor hämmerte Harnik den Ball unter die Latte, beim dritten Tor schloss er ebenso spektakulär von der rechten Seite ab. Der Höhepunkt war aber sein zweites Tor. An der linken Flanke überlupft Harnik seinen Gegenspieler, zieht mit dem Ball in den Strafraum und wuchtet das Leder mit viel Effet aus spitzem Winkel ins lange Eck - "fast schon brasilianisch" war der ZDF-Kommentator entzückt.

Super-Joker
Das irre: Harnik schlägt sowohl im Cup, der Bundesliga und der Europa Liga immer als Joker zu. Seine Treffer gegen Chemnitz waren heuer bereits die Saison-Treffer fünf bis sieben als Einwechselspieler. Neo-Coach Keller: "Ich habe ihm nach dem Spiel gesagt, dass ich ihn gar nicht von Anfang an bringen kann. Er bewegt als Einwechselspieler so viel." Das bewies Harnik zuletzt auch im Nationalteam, wo er in der Nachspielzeit gegen Belgien noch das viel umjubelte 4:4 erzielte.

Harnik wünscht sich trotzdem einen Platz in der Startelf der Stuttgarter: "Ich möchte in die Startelf. Gerne auf der Position, die ich heute gespielt habe, also hinter den Spitzen. Ich würde gerne beste Argumente in der Startelf liefern."

Auch Maierhofer Matchwinner
Ebenfalls eine bärenstarke Leistung lieferte Team-Stürmer Stefan Maierhofer ab. Der baumlange Duisburg-Sturmtank schoss seinen MSV Duisburg mit zwei Treffern und einem Assist zum 3:0-Sieg über Regionalligist Halle. Zwar vergab Maierhofer auch einen Elfmeter, dafür traf der ehemalige Rapid-Spieler diesmal auch mit einem direkt verwandelten Freistoß. Den zweiten Treffer besorgt der "Lange" per Kopf.

Überraschendes Out für Mainz
Nichts zu lachen hatten diesmal die "Spaß-Kicker" von Tabellenführer Mainz. Mit Andreas Ivanschitz in der Startformation (Fuchs kam in der zweiten Hälfte) verlor das Sensationsteam der Bundesliga beim Zweitliga-Verein Alemannia Achen 1:2.