Teamchef-Poker wird jetzt zur Farce

Windtner wendet sich svon Koller ab

Teamchef-Poker wird jetzt zur Farce

Eiszeit zwischen Teamchef Koller und ÖFB-Boss Windtner.

Marcel Koller und Leo Windtner gingen einander am Flughafen in Tórshavn aus dem Weg. Alles deutet da­rauf hin, dass der Schweizer noch in dieser Woche seinen bis Dezember laufenden Vertrag beim ÖFB auflösen und beim 1. FC Nürnberg anheuern wird.

Koller casht in Nürnberg 1,5 Mio. Euro pro Jahr
Der deutsche Bundes­ligist will heute beim ÖFB um die Freigabe Kollers anfragen. Für den (Noch-)Teamchef liegt ein unterschriftsreifer Vertrag parat. Kollers Manager Dino Lamberti hat bereits die Details ausgehandelt. Der neue Dreijahresvertrag soll 1,5 Millionen Euro pro Saison bringen.

Windter hat auch Plan B in der Schreibtischlade

Bevor Koller in Nürnberg unterschreibt, will er aber noch einmal mit dem ÖFB verhandeln. Präsident Windtner hat im Trainer-Poker aber nur dann eine Chance, wenn er an die Schmerzgrenze geht und das Gehalt des Schweizers verdoppelt. Will er das aber noch? Gestern sagte Windtner gereizt: „Auch wenn die Spieler und Fans fordern, dass wir Koller halten sollen – für Romantik ist in diesem Business kein Platz.“ Klingt nach Abschied.

Nachsatz von Windtner: „Wir sind nicht planlos, verfallen auch nicht in ­Panik. Aber es muss so schnell wie möglich eine Entscheidung her.“

Die wird es auch geben, denn Nürnberg (befindet sich auf dem Relegationsplatz) steht enorm unter Druck.

Verpokert sich Koller auch bei Nürnberg?
Nürnberg wartet auf die Zusage von Koller, hat aber eine Alternative im Talon. Dem deutschen Bundesligisten läuft die Zeit davon. Am Samstag in Frankfurt wird Marcel Koller nicht auf der Bank sitzen, da werden die Nürnberger von Interimscoach Roger Prinzen betreut. Koller sagt: „Nürnberg muss warten. Ich brauche noch Zeit, um eine Entscheidung zu fällen. Ich schaue mir alles genau an. “ Doch die Deutschen warten nur noch bis Montag. Manager Bader: „Dann muss der Trainer feststehen.“

Konkurrenz
Nürnberg hat jedenfalls schon einen Plan B. Sagt nach dem Schweizer Christian Gross auch Koller ab, dann wäre der Holländer Gertjan Verbeek die Alternative. Bader hat bereits mit dem ­Niederländer, der zuletzt den AZ Alkmaar betreute, Kontakt aufgenommen. Der hat auch schon sein Interesse bekundet.

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