Taboga

Bundesliga

Wettskandal: Lebenslange Sperre droht

Neben Haftstrafen drohen den Fußballern auch lebenslange Verbands-Strafen.

Der österreichische Fußball stöhnt unter dem größten Wett-Skandal aller Zeiten: Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen 30 aktive und nicht-aktive Liga-Spieler, über drei von ihnen (Sanel Kuljic, Dominique Taboga und Johannes Lamprecht) wurde die U-Haft verhängt. Die Polizei ermittelt auf Hochtouren, täglich werden Kicker einvernommen, um Licht ins Dunkel der irren Spielmanipulationen und Millionenumsätze zu bringen – angeboten wurden bis zu 25.000 Euro pro Manipulation, über 300.000 Euro wurden auf österreichische Spiele gewettet.

Fußballern drohen bis zu zehn Jahre Haftstrafe
Doch nicht nur die Justiz greift jetzt knallhart durch: Neben Haftstrafen von bis zu zehn Jahren (bei schwerem Betrug) drohen den aktiven Kickern auch lebenslange Sperren als Fußballer.

Die Bundesliga ermittelt wegen Bestechung, illegaler Sportwetten (Wetten auf Spiele innerhalb der eigenen Liga sind verboten) und Verstößen der Meldepflicht. Übernächste Woche steht zudem ein Termin von Bundesliga und ÖFB mit Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) an. ÖFB-Boss Leo Windtner sagt: „Die Verfahren sollen so schnell wie möglich begonnen werden. Wir haben jetzt Akteneinsicht beantragt und haben uns als Privatbeteiligte an dem Verfahren angehängt.“

Für alle Genannten gilt die Unschuldsvermutung.