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Malaysia-GP

Ferrari: Dominanz durch Technik-Trick?

Vettel dominierte das Freitagstraining. Aber was steckt dahinter?

Ferrari dominierte den Auftakt beim Formel-1-Grand Prix von Malaysia - insbesondere Sebastian Vettel: Er legte bei seiner erhofften Aufholjagd auf WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton mit Streckenrekord im Freitagstraining los, war sechs Zehntel schneller als Teamkollege Kimi Räikkönen und satte 1,4 Sekunden vor seinem Mercedes-Rivalen.

Was erstaunte, denn mit seinen langen Geraden und Tempokurven liegt der Sepang International Circuit, wo zum vorletzten Mal gefahren wird, eigentlich mehr Mercedes. Man kann aber getrost davon ausgehen, dass die "Silbernen" ihre Karten noch nicht aufgedeckt haben. Zunächst wurde vor allem über fehlenden Grip geklagt.

Toto Wolff sprach von einem "grundlegenden Problem", nachdem Fernando Alonso im McLaren sogar schneller war: "Wir müssen über Nacht herausfinden, was los ist. In dem Moment, in dem die Balance fehlt und das Auto herumrutscht, überhitzen die Vorder- und Hinterreifen. Dann geht nichts mehr." Vettel hingegen konnte am Freitag Zuversicht schöpfen. Diese brauchen er und die Scuderia auch.

Neuer Technik-Kniff der Grund?

Auf 28 Punkte ist sein Rückstand auf Hamilton mittlerweile angewachsen. Bevor der Brite mit drei Erfolgen nach der Sommerpause für die große Trendwende sorgte, lag der Deutsche noch 14 Zähler vor seinem Kontrahenten. An der Stätte seines ersten Ferrari-Sieges im Jahr 2015 möchte er dank vieler neuer Teile am Auto und vor allem einem effektiven neuen Unterboden zurückschlagen.

Ebenfalls interessant: die neuen Lufteinlässe über dem Cockpit an der sogenannten Airbox. Die Bild sprach von "Segelohren", die bei den heißen Temperaturen sowie der hohen Luftfeuchtigkeit in Sepang für eine bessere Kühlung des Motors sorgen. Ob sie zusätzlich positive Auswirkungen auf die Leistung und den Abtrieb haben, ist unklar.

Sollte Ferrari auch am Samstag dominieren, hätte die Konkurrenz wohl ein Rätsel vor sich. "Wir haben ein starkes Auto", beteuerte Vettel, relativierte aber: "Die Runde war noch nicht optimal und morgen interessiert die heutige Bestzeit keinen mehr."

© APA
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