Miami-GP

F1-Furcht vor Regen: "Jede Runde Unterwäsche wechseln"

Nach einem Monat Unterbrechungspause kehrt die Formel 1 an diesem Wochenende in Miami zurück, ohne Probleme geht aktuell aber wohl nichts. Gewitter- und Regenwarnung bilden ein großes Fragezeichen über dem Rennen, die Angst vor dem Wasser ist in den neuen Boliden groß.

Bereits die Regelungen rund um Blitz und Donner in Miami bringen den Grand Prix auf die Kippe, wie oe24 bereits erläuterte. Doch auch sollte ein Gewitter nicht zum Abbruch zwingen, so könnte der Regen für Schwierigkeiten sorgen.

Auf nassem Belag gibt es mit den neuen Boliden und Reifen praktisch keine Erfahrungswerte. Vor allem der Straightline-Modus (SLM) bereitet den Fahrern Kopfzerbrechen, dieser soll bei Nässe nur an der Vorderachse eingesetzt werden, damit die Autos nicht zu instabil werden. Von den Maßnahmen überzeugt sieht anders aus.

"War das Extremste, was ich gemacht habe"

"Es gibt einige Dinge, wie den SLM bei Nässe nur an der Vorderachse, bei denen ich wirklich nicht verstehe, warum wir das haben, wenn es den Luftwiderstand nicht wesentlich verringert", meinte zum Beispiel Carlos Sainz.

Die neuen Boliden haben Probleme bei wenig Grip, wie Pierre Gasly von seinen Tests im Jänner in Silverstone sehr graphisch ausführte: "Die Reifentemperatur lag bei 30 Grad, die Räder drehten noch im sechsten Gang durch. Nach Maggotts und Becketts musste ich jede Runde die Unterwäsche wechseln. Es war das Extremste, was ich je in meinem Leben gemacht habe."

Ein simples Verbieten des SLM bei Regen scheint aber auch nicht möglich, die Folgen sind zu wenig bekannt. Die Energiebilanz könnte aus den Fugen geraten. Doch auch die Reifen sind ein spezielles Thema.

Sorgen die neuen Reifen für Probleme?

Die neuen Intermediate-Reifen könnten zum ersten Mal zum Einsatz kommen, hier gibt es Fragen nach der Reifentemperatur, jene der Heizdecken wurde bereits angepasst. Aber genug? WM-Führender Kimi Antonelli hat Bedenken: "Es wird definitiv sehr interessant, weil es im Moment im Nassen so viele Unbekannte gibt. Vor allem hat noch niemand die Inter-Reifen wirklich benutzt, also wissen wir nicht, wie es sich anfühlen wird, wie viel Grip es geben wird, besonders mit dem neuen Reglement. Im Nassen könnten sie also tückisch sein, und deshalb müssten wir wahrscheinlich die Heizdeckentemperaturen erhöhen."

Miami ist darüber hinaus dafür bekannt, auch Lacken zu bilden. "Ich denke, das Seltsame an diesen Autos im Nassen ist, dass man am Ende der Geraden bei nassen Bedingungen am Ende viel schneller sein könnte als im Trockenen", meinte Charles Leclerc.

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