Weltmeister-Team McLaren hat seit der Reglementänderung der Formel 1 große Probleme. Das könnte nun zu einer überraschenden Trennung führen, dabei gibt es interessante Parallelen zu Red Bull Racing.
In den letzten beiden Jahren war Traditionsrennstall McLaren nicht aus dem Spitzenfeld der Motorsport-Königsklasse wegzudenken. Zwei Mal in Folge gewann man die Konstrukteursweltmeisterschaft, im Vorjahr krönte Lando Norris die jahrelange harte Arbeit mit dem Fahrertitel.
- F1-Weltmeister wird zum 1. Mal Vater
- Toto Wolff spricht über Verstappen-Gerüchte
- Herr Marko, findet Max Verstappen noch in die Spur?
Doch mit der großen Reglementänderung hadert das britische Team. Platz 5 in Australien durch Norris, während Teamkollege Oscar Piastri nicht an den Start gehen konnte. Platz 4 und 6 im China-Sprint und das bittere Startproblem beim GP von China, wodurch keiner der Piloten das Rennen überhaupt in Angriff nehmen konnte.
Zu wenig für die Erwartungen der Titelverteidiger. Hinter den Kulissen dürften die Köpfe rauchen, allerdings ist man dem Vernehmen nach selbst nicht an den Problemen beteiligt. In China dürfte es große Probleme mit den von Mercedes gelieferten Motoren gegeben haben.
Ex-Boss mit heftiger Kritik
McLaren wechselte 2017 den Motorenlieferanten von Honda zu Mercedes, der damalige CEO Ron Dennis kritisierte den japanischen Hersteller scharf und war selbst noch an dem Deal mit Mercedes beteiligt, der mit Blick auf die letzten beiden Jahre auch zum Erfolg verholfen hatte.
Dennoch war Dennis der Meinung, dass man als Werksteam keinen Titel holen könne, doch sein Nachfolger Zak Brown belehrte ihn vorerst eines Besseren. Mit Teamchef Andrea Stella, der 2023 zu den Briten kam, formte man ein neues Erfolgsteam. Doch nun stottert der Motor.
Benachteiligung nach Regel-Änderung?
Doch nun mit der neuen Motoren-Ära heißt es, dass sich McLaren wieder wie ein zweitklassiger Bürger fühlt und sich im Vergleich zu den dominierenden Mercedes stark benachteiligt fühlt. Auch deshalb werden die Rufe nach einer Änderung immer lauter. Der Vertrag mit Mercedes als Motorenhersteller läuft allerdings noch vier Jahre bis 2030.
Insider aus Großbritannien berichten allerdings bereits schon, dass man im Hintergrund überlegt, eine eigene Power Unit zu entwickeln. So, wie es Red Bull nun mit Ford gemacht hat. Auch wenn der österreichische Rennstall heuer noch keine Erfolge aufweisen kann, ist man dort überzeugt, dass sich die Partnerschaft mit Ford auf lange Sicht auszahlen wird. Und McLaren könnte mit dem Bullen-Vorbild ähnliche Schritte einleiten, um sich auf lange Sicht wieder unabhängig zu machen.