Lauda-Kritik macht Ferrari heiß

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Lauda-Kritik macht Ferrari heiß

Titel-Fight wird jetzt zu Psychokrieg.

Wenn das Flutlicht in der Wüste von Bahrain angeht (Sonntag, 17 Uhr im oe24-Live-Ticker), geht es im dritten GP-Wochenende der Saison ans Eingemachte. Wetten, dass sich die ehemaligen Weltmeister Lewis Hamilton (2008,2014 und 2015) und Sebastian Vettel (2010-2013) nichts schenken? Beide liegen mit je einem Sieg und einem 2. Platz mit je 43 Punkten an der Spitze.

Ferrari-Oberboss reagiert cool auf Lauda-Kritik
Hamilton vs. Vettel - das ist auch das Duell der Auto-Giganten Mercedes und Ferrari. Ausgerechnet die ehemalige Ferrari-Ikone Niki Lauda, jetzt Mercedes-Teamaufsichtsrat, hatte in der Vergangenheit Öl ins Feuer gegossen. Als Lauda in der Bild-Zeitung auf die aufgrund der jahrelangen Silberpfeil-Dominanz eintönig gewordene Formel 1 angesprochen wurde, hatte er augenzwinkernd gemeint (und sich später dafür entschuldigt): "Was kann Mercedes dafür, wenn die bei Ferrari nur mit Spaghetti rumschmeißen und ihr Auto nicht richtig auf die Straße stellen?"

Das kam bei eingeschworenen Ferrari-Fans weniger gut an. Fiat-Konzernchef Sergio Marchionne muss noch immer Wogen glätten. "Ich werde das nicht kommentieren", meinte der Ferrari-Oberboss vor dem Bahrain-GP. "Würde ich das tun, müsste ich Niki beleidigen. Und ich beleidige keinen Freund."

Ferrari will die Antwort wie schon beim Auftakt in Melbourne auf der Straße geben. Hamilton muss nicht nur auf Vettel aufpassen. Im Vorjahr (Sieger: Rosberg) hatte er sich als Dritter dem zweiten Ferrari-Mann Räikkönen geschlagen geben müssen.