Rallye Dakar: Biker stirbt kurz nach Start

Argentinien

Rallye Dakar: Biker stirbt kurz nach Start

38-jähriger Argentinier verunglückte auf der ersten Sonderprüfung.

Nach offiziellen Angaben passierte der Unfall auf Kilometer 55 der Sonderprüfung auf der Strecke zwischen Las Grutas und der kleinen Ortschaft Energia um 10.19 Uhr Ortszeit. Bereits nach fünf Minuten sei medizinisches Personal an der Unfallstelle gewesen.

"Trotz aller Bemühungen konnten die Ärzte den Piloten nicht wiederbeleben", teilten die Rennorganisatoren mit. Der Pilot stürzte bei einem Sprung über einen Hang vom Motorrad und erlitt dabei schwere Brustverletzungen. Nach fünf Minuten seien Mediziner am Unfallort eingetroffen, erklärten die Organisatoren. Martinez Boero war noch per Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht worden, habe aber nicht mehr gerettet werden können. "Die Veranstalter sprechen seiner Familie und seinen Freunden ihr herzliches Beileid aus", hieß es in einer Mitteilung.

Der Motorrad-Fahrer ist das insgesamt 61. Todesopfer in der Geschichte des härtesten Offroad-Rennens der Welt.  Martinez Beoro nahm zum zweiten Mal an der Dakar teil. Im vergangenen Jahr hatte er nach vier Etappen aufgegeben. In diesem Jahr schrieb er noch kurz vor dem Start euphorisch auf Facebook: "Ich bin so stolz." Aus sportlicher Sicht holte sich der Chilene Francisco Lopez mit einer Zeit von 32:37 Minuten vor Titelverteidiger Marc Coma aus Spanien (+ 14 Sekunden) den ersten Etappensieg.

Bei den Autos gewann der Russe Leonid Nowitzki die erste Sonderprüfung nur fünf Sekunden vor dem Polen Krzysztof Holowczyc. Der französische Dakar-Rekordsieger Stephane Peterhansel hatte nach der 57 Kilometer langen Prüfung als Dritter neun Sekunden Rückstand und komplettierte somit einen Dreifacherfolg des X-raid-Teams.

Am Sonntag waren insgesamt 433 Fahrzeuge im Badeort Mar del Plata auf die erste Etappe gegangen. Neben der Sonderprüfung über Stranddünen zwischen Las Grutas und der kleinen Ortschaft Energia mussten 763 Kilometer Verbindungsstrecke absolviert werden. Dabei traten am Hummer des Vorjahressiegers Nasser Al Attiyah aus Katar offenbar erste technische Probleme auf. Bis zum Ziel am 15. Jänner in der peruanischen Hauptstadt Lima müssen die Teilnehmer 8.377 Kilometer bewältigen. Am Montag geht es in der zweiten Etappe von Santa Rosa weiter nach San Rafael.