Spionageaffäre

Stepney Mitte Mai vor Gericht

Leidige Spionageaffäre aus dem Jahr 2007 ist noch immer nicht ausgestanden.

Trotz des Schlussstrichs von McLaren-Mercedes unter die Formel-1-Spionageaffäre muss der frühere Ferrari-Chefmechaniker Nigel Stepney weiter mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Am 12. Mai beginnt nach Angaben der italienischen Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport" (Donnerstag-Ausgabe) der Prozess gegen den Briten wegen angeblicher Sabotage beim Ferrari-Rennstall. Das Verfahren findet vor dem Gericht der norditalienischen Stadt Sassuolo bei Bologna statt.

Stepney, dem auch die Übergabe von Ferrari-Plänen an einen McLaren-Mercedes-Mitarbeiter vorgeworfen wird, sieht sich als Opfer einer Verschwörung. McLaren-Mercedes hatte im Februar 2009 die Spionage-Affäre aus dem Jahr 2007 endgültig zu den Akten gelegt. Mit einem Vergleich war das Verfahren in Modena wegen Verletzung von Industrie-Geheimnissen in Italien gegen den früheren Chef-Designer Mike Coughlan und drei Techniker des Teams eingestellt worden. Coughlan muss ein Bußgeld von 180.000 Euro zahlen, seine ehemaligen Kollegen je 150.000 Euro.

2007 war Ferrari-Datenmaterial bei McLaren-Mercedes aufgetaucht. Der britisch-deutsche Rennstall wurde daraufhin von der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft ausgeschlossen und zu einer Rekordgeldstrafe von 100 Millionen Dollar verurteilt.

Fehler im Artikel gefunden? Jetzt melden.
Auf sport24 finden Sie täglich die aktuellen Berichte und News aus der Welt des Sports – von Fußball bis Tennis, von Formel1 bis US-Sports. Dazu gibt es die Ergebnisse, Daten und Tabellen im Überblick. So bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten