Vettel zittert vor dem Finale

Red Bull verunsichert

Vettel zittert vor dem Finale

Hält in Sao Paolo die Lichtmaschine?

Die defekte Lichtmaschine im Wagen von Sebastian Vettels Teamkollegen Mark Webber in Austin macht Red Bull zu schaffen. Ein Ausfall, wie ihn Webber in Texas erlitt, könnte Alonso am Sonntag den Weg zum Titelgewinn beim Formel-1-Finale in São Paulo frei machen. "Es war unglücklicherweise unser dritter Lichtmaschinenschaden in diesem Jahr, es ist eine tickende Zeitbombe", sagt Red Bulls Technischer Direktor Adrian Newey. "Du weißt nicht, wann das Ding streikt."

Vettel wurde schon in Monza und Valencia gestoppt

Zweimal erwischte es in dieser Saison auch schon Vettel. In Valencia und in Monza wurde er durch eine defekte Lichtmaschine, die die elektrischen Geräte im Wagen mit Energie versorgt, gestoppt. Der Deutsche will sich davon aber nicht beunruhigen lassen. Er sei sich sicher, dass man es bis zum Wochenende in den Griff bekomme. Der Weltmeister-Rennstall hatte sich nach den Problemen mit der Lichtmaschine in Vettels Wagen stets für eine ältere Variante entschieden, die bislang störungsfrei funktionierte.

Horner hofft, dass er neue Lichtmaschine bekommt
Red-Bull-Teamchef Christian Horner treibt die Technik jedenfalls Sorgenfalten auf die Stirn. "Ich bin wirklich besorgt. Das war bei uns jetzt leider schon der dritte Lichtmaschinen-Defekt im Rennen, bei anderen Autos gab es ebenfalls Ausfälle", sagt der Brite. Motorenpartner Renault hat nach den Defekten im Sommer eine neue Lichtmaschine entwickelt, die in Austin erstmals im Rennen eingesetzt wurde, jedoch nicht bei Red Bull. "Ich denke, die neue Version wurde bei anderen Motoren gefahren, daher hoffe ich, dass sie uns in Brasilien auch zur Verfügung steht".

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    Alonso: "Werde den Titel holen"

    Läuft alles normal, hilft Alonso nur noch ein Formel-1-Wunder. Trotz der fast ausweglosen Situation setzen der Spanier und sein Ferrari-Team beim Saisonfinale in São Paulo auf Sieg und Titel. "Vielleicht liegt meine Chance nur bei 25 Prozent. Aber tief in mir spüre ich: Ich habe größere Chancen", orakelte Alonso: Der zweifache Weltmeister braucht eine Sensation wie 2007.

    Finale 2007
    Damals gewann Kimi Räikkönen in einem unfassbaren Finale durch seinen Sieg im Ferrari auch den Titel. Aus sieben und vier Punkten Rückstand auf das McLaren-Duo Lewis Hamilton und Alonso hatte der Finne einen Zähler Vorsprung gemacht. Seitdem wartet Ferrari sehnsüchtig auf den nächsten Fahrer-Triumph. Diesmal muss Alonso sogar 14 Zähler mehr holen als Vettel, um erstmals mit Ferrari zu triumphieren.

    Der Hilfe von Felipe Massa kann er sich nach dem Trick von Austin wieder gewiss sein. "Es wäre schön, die WM mit einem Podiumsplatz zu beenden. Aber ich werde wie in Austin Fernando und dem Team helfen", sagt der Brasilianer. Er hatte in Texas seinen besseren Startplatz zugunsten von Alonso hergegeben.

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