Bis zu 9.000 €

Olympia-Skandal: Ermittlungen wegen Wucher-Tickets

Ticketpreise von mehreren Tausend Euro für Bewerbe bei den bevorstehenden Olympischen Winterspielen haben Italiens Behörden auf den Plan gerufen.

Die zuständige Behörde Agcom ermittelt gegen zwei Online-Plattformen wegen des illegalen Weiterverkaufs von Eintrittskarten im Internet. Der Vorwurf: Auf einem digitalen Schwarzmarkt sollen Tickets für die Winterspiele von Mailand und Cortina d'Ampezzo zu überhöhten Preisen angeboten worden sein.

Nach Ermittlungen der Finanzpolizei soll es um Tausende Tickets für Bewerbe und die Eröffnungsfeier gehen. Besonders auffällig seien Preise von über 6.000 Euro für einzelne Finali und bis zu mehr als 9.000 Euro für stark nachgefragte Disziplinen - während offizielle Tickets nur einen Bruchteil kosten.

Verbraucherschützer kritisieren die Praxis scharf und sprechen von inakzeptabler Spekulation auf Kosten der Fans. Die Behörden prüfen nun Maßnahmen bis hin zur Sperrung der betroffenen Online-Plattformen, wie es das italienische Gesetz in besonders schweren Fällen vorsieht. Ziel ist es nach Angaben von Agcom, faire Preise durchzusetzen und den Zugang zu den Spielen für Zuschauer nicht vom Geldbeutel abhängig zu machen.

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