Corinna Kuhnle

Kanu

Corinna Kuhnle holt EM-Gold im Kajak

Österreichs Erfolgslauf bei der Kanu-EM in Ivrea geht weiter: Nach Silber im Teambewerb holt unser Aushängeschild Corinna Kuhnle Gold im Einzel.

Kajak-Fahrerin Corinna Kuhnle hat sich ihren zweiten EM-Titel im Wildwasser-Slalom gesichert. Die 33-jährige Niederösterreicher triumphierte am Samstag in Ivrea knapp vor der Slowenin Eva Tercelj. Bronze ging an die Deutsche Ricarda Funk. Im Kajak der Männer belegte Mario Leitner unmittelbar vor seinem Kärntner Landsmann Felix Oschmautz Rang fünf, womit Oschmautz fix für Olympia planen kann.

Die zweimalige Weltmeisterin Kuhnle hielt sich indes mit ihrem zweiten EM-Gold nach 2017 im Rennen um den Frauen-Startplatz für die Sommerspiele in Tokio. Diesen hat nach wie vor Viktoria Wolffhardt inne, obwohl sie im EM-Halbfinale als 18. ausschied. Das könnte aber trotzdem reichen, denn die aufgrund ihrer besseren Vorleistungen bessergestellte Wolffhardt muss beim Weltcup im Juni in Prag nur noch einen weiteren Halbfinaleinzug schaffen, dann ist sie unabhängig vom Kuhnle-Abschneiden in Japan dabei.

Mit fehlerlosen Lauf zu Gold

Bei der EM war Kuhnle nach Halbfinalrang sieben in der Entscheidung der besten zehn in fehlerlosen 91,42 Sekunden die Schnellste. Tercelj lag ebenfalls ohne Torfehler 0,47 Sekunden zurück. Funk fehlten mit vier Strafsekunden 3,92 auf die Siegerin. Im Teambewerb am Freitag hatte Kuhnle mit Wolffhardt und Antonia Oschmautz bereits Silber geholt.

Im Kajak-Männerrennen durfte Oschmautz nach der Bestzeit im Halbfinale von seiner ersten Medaille in der Elite träumen, im Finale war der 21-Jährige nach einem Torfehler aber nicht mehr schnell genug. Leitner blieb fehlerfrei und mit zwei Hundertstel hauchdünn vor seinem Teamkollegen. Auf die Medaillenränge fehlten dem Duo rund dreieinhalb Sekunden. Gold sicherte sich der Tscheche Vit Prindis. Am Sonntag ist noch die für Olympia gesetzte Nadine Weratschnig im Canadier im Halbfinaleinsatz.