Wiesberger Ryder Cup

Kapitän Harrington setzt auf den Österreicher

Wiesberger bereit für Aufholjagd

Überraschung beim Ryder Cup: Kapitän Pad Harrington setzt Superstar Rory McIlroy auf die Bank, baut aber weiter auf unser Golf-Ass Bernd Wiesberger.

Europa-Kapitän Padraig Harrington hat nach dem klaren 2:6-Rückstand seines Teams nach Tag eins beim 43. Ryder Cup der Golfer in Whistling Straits gegen die USA energisch reagiert. Superstar Rory McIlroy wurde nach seinen beiden Start-Niederlagen nicht für die Foursomes am Samstagvormittag (Ortszeit) nominiert. Stattdessen setzt Harrington weiter auf Bernd Wiesberger. Der Österreicher spielt an Tag zwei zusammen mit dem Norweger Viktor Hovland.

Damit bleibt der vierfache Major-Sieger McIlroy erstmals in seiner Karriere seit seinem Debüt 2010 für eine Ryder-Cup-Session unberücksichtigt. Vielmehr vertraut Harrington nun mit dem Duo Wiesberger/Hovland auf zwei Rookies. Der 24-jährige Norweger ist wie der 35-jährige Österreicher erstmals beim prestigeträchtigen Golf-Kontinentalvergleich dabei.

Wiesberger bekommt neuen Partner

Die Spanier Jon Rahm and Sergio Garcia hingegen bleiben auch am Samstag ein Team, ebenso die beiden Engländer Lee Westwood and Matt Fitzpatrick. Wiesbergers Freitag-Partner Paul Casey wurde mit Landsmann Tyrrell Hatton zusammengespannt.

US-Kapitän Steve Stricker vertraute hingegen auch am Samstag vorerst auf die gleichen acht Spieler wie am Eröffnungstag. Nur dass Brooks Koepka und Daniel Berger anstelle von Justin Thomas und Jordan Spieth als erstes Team antreten. Wiesberger/Hovland spielen im dritten Match ab 14.37 Uhr MESZ (live Sky) gegen Spieth und Thomas.

Wiesberger hatte am Freitagnachmittag im Fourball zusammen mit dem Engländer Paul Casey sein Ryder-Cup-Debüt gegeben. Die beiden waren gegen die großartig puttenden Dustin Johnson und Olympiasieger Xander Schauffele aber nahezu chancenlos gewesen.

DeChambeau zeigt mit Monster-Schlag auf

Nun die beiden Neulinge Wiesberger und Hovland zusammenzuspannen, überraschte einige Experten. Selbst auf der offiziellen Ryder-Cup-Homepage konnte man sich das nur so erklären, als dass bei einem 2:6-Rückstand ungewöhnliche Maßnahmen gerechtfertigt seien. Hovland habe in beiden Freitag-Matches solide gespielt, aber nur einen halben Punkt geholt, hieß es. Wiesberger sei trotz der Niederlage im Vierball über den Erwartungen geblieben, gab es wiederum Lob für den Österreicher.

Den Schlag des ersten Tages lieferte US-Star Bryson DeChambeau, der seinen Drive auf der fünften Spielbahn - einem 530 Meter langen Par 5 - unglaubliche 381 Meter weit auf das Fairway schlug. Am Ende lochte der 28-Jährige seinen Ball mit drei Schlägen zum Eagle und damit zum Lochgewinn ein. Nach dem Ryder Cup wird DeChambeau an einem speziellen Longhitter-Bewerb teilnehmen.