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HC Hard verpasste ersten Europacup-Titel

Die Vorarlberger verloren das Final-Rückspiel des Challenge-Cups gegen Resita mit 18:26.

Der HC Hard hat am Sonntagabend die Chance vergeben, als erstes österreichischer Handball-Herrentem einen Europacup-Bewerb zu gewinnen und somit ein Stück rot-weiß-rote Sportgeschichte zu schreiben. Nach einem knappen 29:28-Heimsieg unterlagen die Vorarlberger im Rückspiel gegen den rumänischen Titelverteidiger UCM Sport Resita 18:26 (6:10) und mussten sich mit einem Gesamtscore von 47:54 am Ende klar geschlagen geben.

Hard ungern in der Fremde
2.200 Zuschauer fieberten mit Resita, noch einmal 3.000 Fans verfolgten das Geschehen auf einer aufgebauten Riesen-Leiwand vor der Halle. Dass der zwölfte Mann die Rumänen beflügelt, hatten sie in der laufenden Saison schon mehrmals bewiesen: Alle Heimspiele im Europacup wurden gewonnen - Hard dagegen war in der Fremde noch sieglos und sollte es auch weiterhin bleiben.

Leider versemmelt
Denn den Vorarlbergern unterliefen gegen keineswegs in Topform agierende Rumänen zu viele Eigenfehler in der Offensive. Coach Gerald Gabl hatte bereits nach dem Hinspiel um die Schwächen seines Teams im Abschluss gewusst und mentales Training angeordnet. Ohne nennenswerte Erfolge, Würfe vom Kreis wurden völlig frei stehend vernebelt. Einzig die Deckungsarbeit verrichtete Hard im ersten Abschnitt in Resita nach Wunsch und "rettete" sich mit 6:10 in die Pause.

Beim Stand von 3:8 setzte Gabl den angeschlagenen Leistungsträger Wleklak erstmals ein (23.). In Minute 46, als die Resita-Fans bereits die erfolgreiche Titelverteidung feierten, nahm Gabl seinen Spielmacher sowie Topscorerer Moszczynski (4 Tore) wieder vom Platz - wohl, um sie für das Semifinal-Rückspiel der Handball Liga Austria (HLA) am Donnerstag gegen die Aon Fivers zu schonen.

Wenngleich der Sieg von Resita nie in Gefahr war, schafften es die Harder immerhin als erst zweites österreichisches Handball-Herrenteam nach ASKÖ Linz (1994 im EHF-Cup) in das Endspiel eines europäischen Wettbewerbs einzuziehen. Die Chance, den Titelverteidiger zu ärgern, wäre sogar dagewesen.