Hindernis-Rekordler Vroemen hat gedopt

Leichtathletik

Hindernis-Rekordler Vroemen hat gedopt

Niederländer gab positive A-Probe ab, fühlt sich unschuldig: "Vielleicht war es im Rindfleisch, das ich in Ägypten gegessen habe."

3000-m-Hindernis-Europarekordler Simon Vroemen hat eine positive Doping-A-Probe abgegeben. Das berichtet die niederländische Zeitung "NRC" am Freitag. Der 39-jährige Niederländer hat den positiven Test bestätigt, es handelt sich bei der gefundenen Substanz laut Medienbericht um eine kleine Menge das anabole Steroidhormon Metandienon.

Vroemen hat die Dopingkontrolle selbst beantragt, er will bei der Öffnung der B-Probe in Köln in der kommenden Woche selbst anwesend sein, da er Mononukleäre Wissenschaften studiert hat. "Ich kann mir das nicht erklären. Vielleicht war es im Rindfleisch, das ich in Ägypten gegessen habe, vielleicht waren da Hormone drinnen", wird Vroemen zitiert. "Ich bin 39 und am Ende der Karriere, ich bin doch nicht so dumm, jetzt zu dopen", meinte er.

Auch wenn die B-Probe negativ ausfallen sollte, habe er keine Lust mehr, an den Olympischen Spielen in Peking teilzunehmen. Vroemen hat sich am 11. Juni beim Meeting in Cottbus mit 8:12,50 Minuten - die drittschnellste heuer weltweit gelaufenen Zeit - für die Sommerspiele qualifiziert. 2004 in Athen landete er auf dem sechsten Platz.

Vroemen ist langjähriger Konkurrenz der österreichischen Asse Günther Weidlinger und Martin Pröll, mit Letzterem verbindet ihn der gemeinsame Manager Stefan Matschiner (International Sports Ageny). Matschiner war vorerst für eine Stellungnahme nicht erreichbar.