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Doping

Kohl arbeitet mit WADA zusammen

Ex-Radstar soll Lücken im Kontrollsystem aufdecken.

Nach der französischen Anti-Doping-Agentur (AFLD) zu Wochenbeginn wird Dopingsünder Bernhard Kohl in dieser Woche auch noch mit Vertretern der Welt Anti-Doping Agentur WADA zusammenkommen, um über die Lücken im Doping-Testsystem und die Wirksamkeit des Blutpassprogrammes des Radsport-Weltverbandes UCI zu reden.

"Wir haben mit Bernhard am Ende des vergangenen Jahres gesprochen und werden ihn in dieser Woche noch einmal treffen. Wir werden uns genau anhören, was er zu sagen hat und schauen, ob wir irgendwelche Rückschlüsse daraus ziehen können", sagte WADA-Generaldirektor David Howman zum Internetdienst "cyclingnews.com". "Wenn etwas dabei herauskommt, können wir reagieren. Das Schlechteste ist ein Programm, das leicht überlistet werden kann", ergänzte Howman.

Kohl war nach der Tour de France 2008 des Dopings überführt worden und hatte in weiterer Folge jahrelangen Betrug mit verschiedenen Substanzen zugegeben, ohne jemals positiv getestet worden zu sein. Den Blutpass der UCI hatte der Niederösterreicher als quasi nutzlos bezeichnet. Vor einer Woche hatte die UCI erstmals Disziplinarverfahren gegen fünf Fahrer wegen Unregelmäßigkeiten der Blutdaten eingeleitet. Andere Verbände wie der Internationale Ski-Verband FIS arbeiten gerade an der Einführung eines eigenen Blutpasses.