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Disqualifiziert

Koubek rastet in Metz aus

Kärntner Stefan Koubek wird nach heftigem Ausraster gegen Grosjean beim Turnier in Metz disqualifziert. Melzer scheitert an Canas.

Stefan Koubek ist am Donnerstag im Achtelfinale der Kragen geplatzt und dies hat ihn einen durchaus möglichen Einzug ins Viertelfinale des ATP-Turniers in Metz gekostet. Der 30-jährige Kärntner lag gegen Lokalmatador Sebastien Grosjean mit 5:7,7:6(4),4:2 voran, als er zu Beginn des siebenten Games nach einem strittigen Outball den Supervisor Thomas Karlberg auf den Platz holte. Laut ersten Informationen aus dem Pressezentrum wurde Koubek offenbar so ausfällig, dass der Funktionär den Kärntner disqualifizierte.

Kein Kommentar
Koubek selbst wollte die Vorfälle vorerst lieber nicht kommentieren. Der Vorfall ereignete sich u.a. auch vor den Augen von Jürgen Melzer und Julian Knowle. Der Schiedsrichter hatte bereits bei Aufschlag von Grosjean auf 0:15 entschieden, als der französische Spieler den Ball als gut reklamierte. Daraufhin erklärte der Linienrichter, er wisse nicht, ob der Ball gut oder out war und der Unparteiische, der die Marke in der Halle nicht überprüfen kann, wollte daraufhin zwei neue Bälle spielen lassen.

Supervisor beschimpft
Der Kärntner wollte diese Entscheidung nicht akzeptieren und ließ daraufhin Supervisor Karlberg auf den Platz kommen, wo es zum Eklat kam. "Verbal abuse against me" (frei: er hat mich beschimpft) war die offizielle Begründung seitens des ATP-Offiziellen. "Ich habe Koubek zuerst gesagt, dass das Match vorbei ist und dann dem Referee gesagt, dass er ihn disqualifizieren soll", meinte Karlberg später bei einer Pressekonferenz. "Es wird eine Geldstrafe geben, aber keine Sperre", beruhigte der Supervisor indirekt die Veranstalter der BA-CA-Trophy und Koubek-Fans.

Nicht das erste Mal
Koubek war schon einmal auf französischem Boden disqualifiziert worden. Bei dem Kärntner brannten im Juni 2000 ausgerechnet bei den French Open in Paris im Zweitrundenmatch gegen den Ungarn Attila Savolt die Sicherungen durch. Nach mehreren Disputen warf er den Schläger und dieser traf (unbeabsichtigt) einen Ballbuben an der Schulter.

Melzer verliert
Der Deutsch-Wagramer Jürgen Melzer ist im Achtelfinale ausgeschieden. Österreichs Topspieler unterlag dem als Nummer zwei gesetzten Argentinier Guillermo Canas mit 6:7(3),6:7 (6). Der 29-jährige Canas hat mit dem Erfolg am Donnerstag im Head-to-Head gegen Melzer auf 3:0 gestellt. Melzer hatte sich nach 3:5-Rückstand im ersten Satz ins Tiebreak gekämpft, dieses aber dann verloren. Der zweite Durchgang verlief ausgeglichen, am Ende hatte der 26-jährige Linkshänder aber wieder das Nachsehen. Canas trifft im Viertelfinale auf den russischen Qualifikanten Jewgenij Korolew.