Maier trifft Federer

Treffen der Giganten

Maier trifft Federer

In wenigen Tagen schlägt Paris-Sieger Roger Federer in Wimbledon zum nächsten historischen Sieg auf. Dabei kommt's zum Treffen mit Hermann Maier.

„Für Roger mit großem Respekt und herzlichen Grüßen: Hermann Maier“ ist auf dem Poster, das bei Federer in der Schweiz hängt, zu lesen. Tatsächlich ist Federer ein eingefleischter Herminator-Fan. Und Maier wiederum freut sich, dass dem Schweizer bei den French Open der große Coup gelungen ist: „Dabei hatte Roger kein leichtes Jahr und wurde schon abgeschrieben. Aber Totgesagte leben länger.“

Rolex-Botschafter
Nicht nur das verbindet die beiden Ausnahmekönner. Federer und Maier sind Botschafter der Edeluhrenmarke Rolex, die sowohl den Ski-Klassiker in Kitzbühel als auch Wimbledon sponsert. Dort kommt's zum Treffen der Giganten.

Maier, der im Vorjahr zum ersten Mal in Wimbledon war, ist fasziniert vom einmaligen Flair und den Menschenmassen. „Es ist viel lauter als man es aus dem Fernsehen kennt, fast schon Bierzelt-Atmosphäre.“

Ohne Konditrainer
Zweieinhalb Monate nach seiner Knie-Operation läuft für Maier die Vorbereitung auf die Olympia-Saison auf Hoch­touren: „Ich kann sogar schon wieder mit dem Laufen beginnen.“ Neu ist, dass Maier nach zwölf Jahren ohne Fitness-Guru Bergmüller auskommt. „Ich habe mir schon vergangenes Jahr das meiste selbst zusammen gestellt. Das Konditraining selbst kann dir sowieso keiner abnehmen.“ Auch mit 36 arbeitet Maier härter als die anderen – wie Federer im Tennis.

"Roger wird auch Wimbledon gewinnen"
ÖSTERREICH:
Was bedeutet Ihnen das Treffen mit Federer?

Hermann Maier: Sehr viel. Ich bin ein absoluter Federer-Fan, und seit ein paar Jahren verbindet uns die Partnerschaft mit Rolex.

ÖSTERREICH: Federer hat ein unterschriebenes Herminator-Poster daheim hängen...

Maier: Ja, ich war richtig gerührt, als mich ein Schweizer Rennläufer um ein Autogramm für Roger gebeten hat. Schließlich ist Federer ein Jahrhundertsportler.

ÖSTERREICH: Haben Sie seinen Paris-Sieg verfolgt?

Maier: Natürlich, und man sieht, dass ihm das Tennis richtig Spaß macht. Dabei ha­ben viele nach seiner Durststrecke schon gemeint, das wird nix mehr, seine Zeit ist vorbei. Aber wie heißt es nicht so schön: Abgeschriebene leben länger. Roger wird auch in Wim­bledon gewinnen!