Gutensohn über Teilnahme selbst überrascht

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ÖSV-Ski-Cross-Damen wollen es Herren nachmachen

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Katharina Gutensohn, Karin Huttary, Andrea Limbacher und Katrin Ofner sind jene vier Damen, die es am Dienstag auf dem Cypress Mountain den Herren nachmachen und ebenfalls Olympia-Edelmetall im Ski Cross holen wollen. Die bald 44-jährige ehemalige Alpinskiläuferin und dreifache Mutter Gutensohn kam "ziemlich überraschend" nach drei Winterspielen für Deutschland zu ihren ersten für Österreich.

Damit, so Gutensohn im Gespräch mit der APA, habe sie wirklich nicht mehr gerechnet. "Es war weder geplant, noch voraussehbar, es hat sich einfach irgendwie ergeben. Es hat als Spaß angefangen, und hat sich mehr ins Ernstere entwickelt", erzählte die Tirolerin, die im Alpinweltcup bis 1989 für Österreich und dann nach einer Heirat für Deutschland angetreten ist, insgesamt acht Weltcupsiege feierte, sowie die Abfahrts-Kristallkugel 1990 und WM-Silber 1985 eroberte.

Im Ski Cross, zu dem sie durch ihrem Lebensgefährten Wolfgang Auderer kam, hat sie zwei Weltcupsiege auf dem Konto, wobei sie gleich ihr Debütrennen 2005 in Grindelwald gewann, danach noch einmal eine Babypause einlegte (auf Luca und Lola folgte Lino) und erneut in den Spitzensport zurückkehrte. Die Saison 2008/2009 beendete sie als Gesamtzweite.

"Der Reiz ist sicher das Nebeneinanderfahren oder das Miteinander, du hast den Gegner immer im Auge, das macht es interessant. Im Alpinen fährst du alleine, und wenn du einen schlechten Lauf hast, kannst du es nicht immer erklären. Im Ski Cross siehst du immer sofort, wo du liegst und kannst schnell regieren", erklärte Gutensohn.

Die 32-jährige Huttary, die von 1996 bis 2001 für das schwedische Skiteam fuhr, zählt als zweifache WM-Medaillengewinnerin (Gold 2005 Ruka, Silber 2009 Inawashiro) zum engeren Favoritenkreis. Quereinsteigerin Limbacher, die beim Heim-Weltcup in St. Johann Fünfte geworden war, wäre eine Geheimtipp gewesen, hätte sie 20-jährige Oberösterreicherin nicht am 23. Jänner im Training für den Ski-Cross-Weltcup in Lake Placid bei einem Sturz das Kreuzband im rechten Knie gerissen sowie das Seitenband verletzt. Die Trainingsfahrten auf dem anspruchsvollen Olympiaparcours absolvierte sie allerdings problemlos, bleibt abzuwarten wie das Knie die Wettkampfbelastung aushält.

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