Österreich-Rundfahrt für heuer wie 2020 und 2021 abgesagt

Radsport

Österreich-Rundfahrt für heuer wie 2020 und 2021 abgesagt

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Die Österreich-Radrundfahrt ist wie in den vergangenen beiden Jahren abgesagt worden.  

Waren 2020 die Pandemie-Beschränkungen und im Vorjahr finanzielle Gründe die Ursache, sind es diesmal das Ausscheiden vonseiten der Kärntner Etappenorte und die aktuelle wirtschaftliche Verunsicherung, wie es am Freitag vom österreichischen Radsportverband (ÖRV) hieß. Die Tour hätte vom 2. bis 6. Juli in fünf Etappen von Bad Tatzmannsdorf nach Wien gefahren werden sollen.

Konkret heißt es in der ÖRV-Mitteilung, dass die 72. Auflage mit großem Bedauern auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden muss. Dieser einstimmige Beschluss sei aufgrund der definitiven Absage des Landes Kärnten erfolgt. Wolfsberg wäre als Zielort der ersten und Seeboden als Startort der Großglockner-Etappe geplant gewesen. Die Tour war Ende März präsentiert worden, neue Organisatoren sind Werner Kuhn, Ex-Radsportler und Ex-Manager des SK Rapid, sowie Christoph Ziermann.

Diesem Duo sei es nun nicht mehr möglich gewesen, eine seriöse und realistische Planung vorzunehmen. Zudem habe zuletzt die unsichere wirtschaftliche Entwicklung die Finanzplanung erschwert. "Mich schmerzt das persönlich sehr", sagte ÖRV-Präsident Harald Mayer. "Aber vor dem Hintergrund der definitiven Absage für zwei Etappen und der aktuellen großen wirtschaftlichen Unwägbarkeiten mit enormen Teuerungsraten wäre ein Durchboxen der Rundfahrt unverantwortlich und unrealistisch." Laut Mayer solle nun die "ARGE Österreich Rundfahrt" geschaffen werden, die geeignete Strukturen zur Neuaustragung erarbeiten soll.

Felix Gall, aktuell als Gesamt-36. bester Österreicher beim Giro d'Italia bedauerte die Absage auch aus persönlichen Gründen: "Die Österreich-Rundfahrt wäre mein nächstes Highlight gewesen. Ich habe mich extrem darauf gefreut, da es meine erste Teilnahme gewesen wäre. Die Rundfahrt ist extrem wichtig für den österreichischen Radsport. Dass man es jetzt zum dritten Mal in Folge nicht schafft, die Rundfahrt zu organisieren, ist schon ein bisschen ein Armutszeugnis für den österreichischen Radsport."
 

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