Seisenbacher versteckt sich in Aserbaidschan

Schock nach Missbrauchsanklage

Seisenbacher versteckt sich in Aserbaidschan

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Laut Justizministerium gibt es ein Auslieferungsabkommen mit der Kaukasus-Republik.

Der Schock nach der Enthüllung und der jetzt fertigen Anklage sitzt tief. Die Vorwürfe gegen die Olympia-Legende sind unglaublich – es gilt die Unschuldsvermutung.

Wie berichtet, soll sich der Vater einer erwachsenen Tochter und eines Sohnes (beide sind Musiker in Kalifornien) seit den 1990er-Jahren im Zuge seiner damaligen Trainertätigkeit in Wien an mindestens drei minderjährigen Mädchen vergangen haben. Mit einer tauschte er Zärtlichkeiten aus, als diese erst neun Jahre alt war! Ab dem Zeitpunkt, da sie elf war, solle es regelmäßig zu geschlechtlichen Handlungen gekommen sein. 2004 soll Seisenbacher sich einem zweiten Mädchen (13) zugewandt haben. Eine dritte (16) wehrte sich bei einem Sommerlager erfolgreich.

Viertes Mädchen wollte
Beziehung zu Judo-Trainer

Prozess. Mit einem vierten Teenie (16) hatte er von 2001 bis 2002 eine Beziehung, die von dem Mädchen allerdings ausdrücklich gewollt war. Die Opfer indes belasten die Judo-Legende jetzt als erwachsene Frauen massiv. Seisenbacher selbst hält sich zurzeit als dortiger Nationaltrainer in Aserbaidschan auf. Sein Anwalt Bernhard Lehofer bekräftigt, dass sein Mandant zum Prozess kommen werde (sofern es zu einem Verfahren kommt). Sollte Seisenbacher es sich anders überlegen, muss Aserbaidschan ihn an unsere Justiz ausliefern.

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