Serbien und Kanada im Vorteil

Davis-Cup

Serbien und Kanada im Vorteil

US-Davis-Cup-Team und Italien vor Viertelfinal-Aus.

Mit einer handfesten Überraschung ist am Samstag (Ortszeit) das Davis-Cup-Doppel im Weltgruppen-Viertelfinale zwischen den USA und Serbien zu Ende gegangen. Die Außenseiter Nenad Zimonjic und vor allem Ilija Bozoljac (ATP-Nr. 335 im Einzel und gar nur 1.150 im Doppel) rangen die Doppel-Legenden und klaren Weltranglisten-Ersten Bob und Mike Bryan nach einem 4:23 Stunden-Krimi mit 7:6(5),7:6(1),5:7,4:6,15:13 nieder und stellten in Boise (Idaho) vor dem Schlusstag auf 2:1 für die Serben.

Nahezu eine Duplizität der Ereignisse, allerdings zugunsten der Gastgeber, gab es knapp 1.000 km nordwestlich in Vancouver: Gastgeber Kanada mit dem bereits 40-jährigen Daniel Nestor und Vasek Pospisil setzte sich nach 4:27 Stunden ebenfalls mit 15:13 im fünften Satz gegen Fabio Fognini und Daniele Bracciali durch. Die Kanadier führen nun ebenfalls mit 2:1. Ihre Nummer eins, Milos Raonic, könnte schon im ersten Sonntag-Einzel gegen Andreas Seppi den erstmaligen Einzug der Kanadier ins Halbfinale der Weltgruppe fixieren.

Dieses Unterfangen wird für Rekordsieger USA nun ein ganz schwieriges. Der 32-fache Champion steht mit dem Rücken zur Wand. Sam Querrey bekommt es mit niemand Geringerem als dem Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic zu tun und muss siegen, um das Aus zu verhindern.

Serbien vor Aufstieg
Die Überraschung war Serbiens Kapitän Bogdan Obradovic schon vor dem Doppel gelungen - weil er an der ursprünglichen Nominierung nichts geändert hatte und weder Djokovic noch Viktor Troicki anstelle von Bozoljac ins Doppel stellte.

Bob Bryan zollte den Gegnern trotz seiner letztlich erfolglosen Aufholjagd Respekt. "Sie haben wirklich gut gespielt. 36 Asse haben uns nicht viele Möglichkeiten gelassen, vor allem im fünften Satz", sagte Bryan. Allein die Hälfte der Asse gelang dem serbischen Duo in der Entscheidung in der Taco Bell Arena in Boise.

Argentinien
In Buenos Aires gingen die Gastgeber nach dem Doppel mit 2:1 in Front. David Nalbandian/Horacio Zeballos setzten sich gegen Julien Benneteau/Michael Llodra in vier Sätzen durch. Juan Monaco könnte am Sonntag den Sack zumachen, allerdings steht ihm mit Jo-Wilfried Tsonga die Nummer acht der Welt gegenüber. Der erste Halbfinalist wird aufgrund der Zeitdifferenz allerdings in Astana feststehen. Tschechien hatte bei Österreich-Bezwinger Kasachstan trotz der glatten Doppel-Niederlage bei einer 2:1-Führung ausgezeichnete Chancen auf den Aufstieg.

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