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Tour de France

Voeckler gewinnt überraschend 5. Etappe

In Gelb bleibt Fabian Cancellara, dicht gefolgt von Lance Armstrong.

Der Franzose Thomas Voeckler hat den Gastgebern den umjubelten ersten Etappensieg beschert und Mark Cavendish den Hattrick verdorben. Weder der schon zweimal erfolgreiche Brite noch der hoch gehandelte Thor Hushovd konnten auf der 5. Etappe der 96. Tour de France ihre Trümpfe ausspielen. Eine sechsköpfige Spitzengruppe profitierte am Mittwoch von der Uneinigkeit der großen Teams bei der Verfolgung und stellte in Perpignan mit Voeckler den Überraschungssieger nach 196,5 Kilometern.

Keine Attacke von Armstrong
Der Träger des Gelben Trikots von 2004 hatte sich 4,6 Kilometer vor dem Ziel von der Spitzengruppe abgesetzt und passierte als Solist die Ziellinie sieben Sekunden vor dem Hauptfeld, das seine Flucht-Gefährten noch "geschluckt" hatte. Lance Armstrong konnte keine Attacke auf das Gelbe Trikot starten und liegt weiter mit der Winzigkeit von 22/100 Sekunden hinter dem Spitzenreiter Fabian Cancellara aus der Schweiz auf dem zweiten Platz im Gesamtklassement.

"Meine Form ist da. Ich fühle mich von Tag zu Tag besser. Das Gelbe Trikot macht mich stolz, aber ich glaube nicht, dass ich es bis Paris tragen kann. Die Schweizer Erfolge bei der Tour datieren aus den 50er Jahren - das war eine andere Zeit", sagte Zeitfahr-Olympiasieger Cancellara.

Die sechs für die Stars ungefährlichen Ausreißer hatten sich schon nach 15 Kilometern zusammengefunden. 20 Kilometer vor dem Ziel sah alles nach einem Zusammenschluss aus, aber dann stellte Columbia-HTC die Arbeit an der Spitze des Feldes ein. Das Cavendish-Team wollte nicht alleine mit großem Kraftaufwand das Loch zu den Ausreißern zufahren. Die Topsprinter konnten ihre Turbos nicht zünden. "Wir können mit dem heutigen Tag gut leben. Wenn Mark in Paris seinen dritten Sieg holt, ist das auch okay", sagte Columbia-Teamchef Rolf Aldag. Den Sprint des Hauptfeldes um Platz zwei gewann der Russe Michael Ignatiew vor Cavendish.

Wrolich im Hautfeld, Eisel mit Rückstand
Der Österreicher Peter Wrolich (Milram) kam mit dem Hauptfeld ins Ziel, Bernhard Eisel (Columbia) hatte als 171. 1:22 Minuten Rückstand.