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Italiener geben Rocchigianis Leiche nicht frei

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Die Staatsanwaltschaft will zuerst noch eine Obduktion am Box-Weltmeister durchführen lassen.

Der frühere Boxweltmeister Graciano Rocchigiani ist in Italien bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Er wurde in der Nacht auf Dienstag von einem Smart auf Sizilien nachts angefahren und soll laut "Bild" sofort tot gewesen sein. Die italienische Polizei hatte die Brandenburger Kollegen gebeten, die Angehörigen über den Tod zu informieren.

Nun kommt aber der nächste Schock für die Familie des Sport-Stars. Denn die italienischen Behörden geben die Leiche noch nicht frei. Das berichtet die "Bild". Erst will die Staatsanwaltschaft eine Obduktion abwarten, wo festgestellt werden soll, ob eventuell Alkohol im Spiel gewesen war.

Der Unfalllenker aus Catania war aber nüchtern, das steht bereits fest. Er soll auch keine Verkehrsregeln missachtet haben. Die Straße ist sehr schlecht beleuchtet. Außerdem ist auch kein Gehweg vorhanden.

"Legendären Doppeldeckung"

Rocchigiani bestritt von 1983 bis 2003 insgesamt 48 Profikämpfe, von denen er 41 (bei sechs Niederlagen und einem Unentschieden) gewann, 19 durch K. o. 1988 wurde der Linkshänder mit seiner legendären Doppeldeckung IBF-Weltmeister im Supermittelgewicht und wechselte nach drei erfolgreichen Titelverteidigungen ins Halbschwergewicht. In dieser höheren Gewichtsklasse wurde der in Duisburg geborene Sohn eines sardischen Eisenbiegers und einer Berlinerin 1991 Europameister, 1998 dann WBC-Weltmeister.

Zuletzt war Rocchigiani als Experte für den TV-Sender Sport1 und als Jury-Mitglied in der Sendung "Sport1 - The Next Rocky" tätig. Sein älterer Bruder Ralf (55) war von 1995 bis 1997 WBO-Weltmeister im Cruisergewicht.
 

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