Hymnenprotest in den USA

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Hymnenprotest in den USA

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Quarterback Kaepernick bekommt bei seinem Hymnenprotest Unterstützung.

In den USA protestieren derzeit einige Footballer gegen die Diskriminierung von Schwarzen. Das Thema Polizeigewalt gegen Schwarze ist in den Staaten weiter ein heißes Thema. San Francisco-Quarterback Colin Kaepernick setzte ein Zeichen des Protests und stand bei der US-Hymne bereits mehrmals vor dem Spiel nicht auf.

Beim Pre-Season Spiel gegen die Chargers war Kaepernick diesmal allerdings nicht alleine: Teamkollege Eric Reid kniete ebenfalls nieder. Für die Aktion gab es Pfiffe und Buhrufe aus dem Publikum. Auch Seattle-Seahawks-Cornerback Jeremy Lane erhob sich bei einer Partie gegen die Oakland Raiders nicht während der US-Hymne. Kaepernick erklärte zuletzt, während der US-Hymne nicht aufzustehen, ehe "sich an der Situation etwas ändert".

Trump "offen rassistisch"
Zuvor hatte Kaepernick Donald Trump als "offen rassistisch" bezeichnet. Der Präsidentschaftskandidat der Republikaner hatte dem Profi daraufhin nahegelegt, die USA zu verlassen und sich ein Land zu suchen, das besser zu ihm passe. Kaepernick betonte allerdings: "Ich bin kein Anti-Amerikaner."

"Größer als Football"
"Ich werde nicht aufstehen und stolz für eine Fahne demonstrieren, die für ein Land steht, das Schwarze und andere Farbige unterdrückt. Das ist für mich größer als der Football und es wäre egoistisch von mir, meinen Blick abzuwenden." Im letzten Preseason-Spiel bei den Chargers kniete Kaepernick während der Hymne. Die Aufregung war groß, tat seiner Leistung aber kein Abbruch. Im Gegenteil: Kaepernick brachte 11 seiner 18 Pässe für 103 Yards (keine Interception) an und erlief zudem 38 Yards.

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