walchhofer

Ski alpin

Ex-Maier-Betreuer macht Walchi schnell

Für letzte Saison überlässt Walchhofer nichts dem Zufall. Ziel: WM-Gold.

Zurzeit befindet sich der Salzburger mit seinen ÖSV-Speedkollegen in Südamerika. In Portillo, in den chilenischen Anden, spult Walchi noch bis 5. September so viele Trainingskilometer wie möglich herunter. „Das Training hängt sich ganz schön rein“, funkt Walchi aus Südamerika. „Ich bin gerade mit Gleittests beschäftigt, um den besten und schnellsten Ski herauszufiltern.“

Walchhofer auf der Suche nach dem Gold-Ski
Walchhofer sucht den Gold-Ski für seinen letzten großen Angriff im kommenden WM-Winter. Nach der Olympia-Schlappe in Vancouver (Platz 10 in der Abfahrt, 21. im Super-G) mobilisiert der dreifache Familienvater noch einmal alles. Dabei kann er auf prominente Hilfe bauen.

Sein langjähriger Skiausrüster Atomic hat Walchhofer wieder Servicemann Edi Unterberger zur Seite gestellt. Für Ski-Insider ist der Gasteiner kein Unbekannter. Unterberger ist ein Meister seines Fachs, er hat die Rennlatten von Superstar Hermann Maier während seiner gesamten Karriere präpariert.

Zuletzt für Svindal zuständig
Nicht nur: Erstmals einen Namen machte sich Unterberger als Servicebetreuer von Deutschlands Skilegende Markus Wasmeier bei seinem Doppel-Olympiasieg in Lillehammer 1994. Als Wachsmeister und Kantenschleifer stand er zuletzt im Dienst für Aksel Lund Svindal. Nachdem der Norweger im Sommer zu Head wechselte, wurde Unterberger Walchhofer zugeteilt. Zum zweiten Mal. Walchi und Unterberger waren vor der Svindal-Zeit schon als erfolgreiches Gespann unterwegs. Etwa 2003 in St. Moritz, als Walchhofer sensationell Abfahrtsweltmeister wurde.

Walchhofer, der Sieger von 15 Weltcuprennen, vertraut auf alte Stärken. Und geht dabei auch andere Wege. In Chile legte er auf den harten Pisten ein intensives Riesentorlauf-Training ein. Damit will er die Technik und das Fahren von engen Kurvenradien perfektionieren.