Hirscher: "Jetzt freu ich mich auf Kitzbühel"

ÖSTERREICH-Interview

Hirscher: "Jetzt freu ich mich auf Kitzbühel"

Vor dem Highlight in Kitz spricht Hirscher im ÖSTERREICH-Interview Klartext.

ÖSTERREICH: Rainer Schönfelder meinte, der 2. Durchgang in Wengen zeigte, wie eng die Spitze im Slalom beisammen liegt ...
Marcel Hirscher: Da hat der Rainer schon recht. Aber mit so einem Fehler, wie er mir vor dem Flachen passiert ist, kann man einfach nicht gewinnen. Nur mit sehr viel Willen hab ich den Ausfall verhindert, ich wollte unbedingt im Lauf bleiben. So gesehen bin ich echt happy.

ÖSTERREICH: Jetzt geht es nach Kitzbühel – mit einem Wengen-Sieg wäre der Rummel für Sie noch größer ...
Hirscher: Ob ich als Dritter oder als Sieger nach komme, ist schon egal. Ich freue mich auf die Rennen und den Rummel dort.

ÖSTERREICH: Sie kritisierten Sotschi und meinten, dass Wengen und Kitzbühel die wahren Highlights dieser Saison für Sie wären ...
Hirscher: Ich weiß natürlich nicht mit Sicherheit, wie es in Sotschi sein wird, aber ich weiß, dass Kitzbühel das Highlight schlechthin ist. Für einen Österreicher ist es nur cool – einfach das Geilste.

ÖSTERREICH: Haben Sie mit der Aufregung über Ihre Kritik an Sotschi gerechnet?
Hirscher: Wenn sonst keiner was sagt, dann gibt es auch keine Aufregung. Einer musste ja den Mund aufmachen, und ich stehe zu meinen Aussagen.

ÖSTERREICH: Thema Gesamtweltcup: Sie haben nur mehr 22 Punkte Rückstand auf Aksel Lund Svindal. Fährt das in Ihrem Hinterkopf mit?
Hirscher: Natürlich befasse ich mich auch damit. Und ich hoffe, dass ich noch zum Super-G-Training komme, und dass ich meine Chance nützen kann, dem Aksel ein paar Punkte abzuluchsen. Aber er ist heuer fast übermächtig.

ÖSTERREICH: Warum wollen Sie bei Olympia nur RTL und Slalom bestreiten?
Hirscher: Für die Super-Kombi müsste ich eine Woche in Sotschi in die Abfahrt investieren, und das ist es mir nicht wert.

ÖSTERREICH: Und der Super-G – falls Sie in Kitzbühel eine Top-Platzierung schaffen sollten?
Hirscher: An das habe ich noch keinen Gedanken verschwendet. Reden wir nach Kitzbühel weiter ...

Knut Okresek