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Olympia-Doping

IOC will ÖSV für 2010 sperren

Kein Ende der Doping-Fehde zwischen IOC und ÖSV: IOC plant jetzt neuerlich schwere Sanktionen gegen den Skiverband.

Mitten in den Doping-Skandal der Tour de France platzen neue Indiskretionen aus dem IOC. Laut einem Insider will das Internationale Olympische Komitee in den nächsten Wochen „harte Doping-Sanktionen“ gegen Österreich diskutieren. Konkret geht es um ein Match zwischen IOC und dem ÖSV (Österreichischen Skiverband), das offenbar immer stärker eskaliert.

Harte Sanktionen
Laut jenem Insider, der –bis auf den Beistrich korrekt – schon den letzten IOC-Doping-Bericht gegen Österreich angekündigt hat (wir berichteten damals als einzige Zeitung vorab), werden in den nächsten Wochen von Seiten des IOC harte Sanktionen gegen den ÖSV diskutiert.

Mehr Sperren verlangt
Der Streitpunkt ist dramatisch: Das IOC verlangt, dass der ÖSV gegen 13 Betreuer und Sportler aus dem Langlaufbereich „Sanktionen“ ergreift. Das ÖOC folgte diesem IOC-Wunsch und hat vor dem Sommer tatsächlich gegen 13 Sportler und Betreuer (darunter Langlaufchef Markus Gandler) ein Olympia-Verbot verhängt. Der ÖSV suspendierte und sperrte dagegen nur vier Personen, darunter zwei Sportler. Langlaufchef Gandler und die anderen acht des Dopings bzw. des Mitwissertums Verdächtitgen wurden freigesprochen.

Ausschluss für 2010?
Jetzt tobt hinter den Kulissen ein Kampf. Der Insider: „Es werden harte Maßnahmen gegen den ÖSV überlegt. Es gibt Stimmen im IOC, die einen Ausschluss des gesamten ÖSV von den nächsten Winterspielen in Vancouver fordern – und zwar sowohl von Langläufern als auch von Alpinen. Ich halte es für möglich, dass in den nächsten Wochen eine Ausschlussdrohung gegen den ÖSV kommt.“

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