Wintersport

Max Franz hatte alle Schutzengel

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Der Sieg ging an den Italiener Marsaglia, Reichelt wurde 3.

Beaver Creek. Um 19.23 Uhr stockt allen der Atem: Auf dem Weg zur Bestzeit knallt Max Franz mit Startnummer 10 bei einem Sprung frontal gegen das Tor. Er verliert das Bewusstsein und bleibt regungslos liegen. Bilder, die niemand sehen möchte. Sofort eilen Rettungskräfte zu ihm.

Horror-Sturz von Max Franz

Franz ist unser Shootingstar, wurde zuletzt bei der Abfahrt von Lake Louise Zweiter. Gestern Zittern um den sympathischen Burschen aus Weißbriach in Kärnten.

ORF-Experte Knauß geht auf ÖSV-Kurssetzer los
Marcel Hirscher: „Hat gar nicht gut ausgeschaut. Die Piste hat mir auch Angst gemacht.“ Hannes Reichelt: „Da wird alles zur Nebensache.“

Hektische Funksprüche. ÖSV-Sportchef Hans Pum: „Ich hoffe, es hat ihn nicht so schlimm erwischt.“ Pum beruhigt dann das ÖSV-Team: „Er ist wieder ansprechbar, muss jetzt im Hospital genau untersucht werden.“ Franz wurde mit dem Rettungsauto und nicht mit dem Helikopter abtransportiert.
Erste Diagnose: Schwere Gehirnerschütterung und Abschürfungen am Kopf.
Unheimlich: 2009 riss sich Franz in Beaver Creek das Kreuzband. Und es war die gleiche Stelle …

Heftige Kritik an Kurssetzer Burkhard Schaffer. ORF-Experte Hans Knauß (fuhr die Strecke selbst ab) schoss sich auf den ÖSV-Speedcoach ein: „Viele Tore kamen erst nach den Übergängen. Die konnte man überhaupt nicht sehen.“
Bereits die Nummer 1 kommt schwer zu Sturz: Der Deutsche Stephan Keppler hebt spektakulär ab. Harter Aufprall. Keppler rutscht die Piste hinunter, erleidet ein blutendes Cut.

Um 21.14 Uhr meldet sich Max Franz auf Facebook
Reichelt informiert sich ständig bei Pum über den Gesundheitszustand von Franz. Aufatmen bei allen dann am Abend. Um 21.14 Uhr meldet sich Franz auf Facebook, schreibt: „Alles okay. Habe Kopfweh und im Gesicht ein paar Kratzer – muss zur Kontrolle die Nacht im Spital bleiben. Danke für die Genesungswünsche!“ Auch mit seiner Mutter telefoniert er.

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Max Franz hatte alle Schutzengel

Am Sonntag-Vormittag finden erneut Untersuchungen statt. Je nach Ergebnis und neurologischem Befund kann der 23-Jährige das Spital verlassen und die Heimreise antreten.

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