Im Abschlusstraining für die Freitag-Abfahrt im Fassatal (11.30 Uhr/ORF1) war Nina Ortlieb Schnellste – vor Kajsa Vickhoff Lie (NOR/+ 0,18). Für die Vorarlbergerin geht es bei noch drei Abfahrten um die kleine Kristallkugel.
Noch führt die schwer verletzte Lindsey Vonn (erholt sich in den USA vom Horrorsturz bei Olympia) den Abfahrtweltcup an - 94 Punkte vor der Deutschen Emma Aicher. Ortlieb wiederum liegt als Gesamt-Achte 94 Punkte hinter Aicher.
Die Vorarlbergerin kommt nach Olympia immer besser in Form. Vor einer Woche in Soldeu war sie Bestzeit im Abschlusstraining gefahren, wurde im Rennen Zweite und meint: "Es zeigt immer, wenn man im Training gut ist, dass man grundsätzlich einen Speed auf der Strecke hat." Gleichzeitig wisse sie aber, dass nicht jede Athletin mit dem gleichen Einsatz in ein Training geht, und sie nannte Aicher. "Wenn die im Training nirgends ist, kann sie trotzdem ganz vorne stehen." Daher dürfe man nicht zu viele Rückschlüsse auf das Rennen ziehen. Aicher war am Donnerstag übrigens 42. und mit einem Torfehler 2,34 Sekunden hinter Ortlieb.
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Für Abfahrts-Kugel muss alles zusammenpassen: "Brauche Big Points"
"Rechnen braucht man nicht. Schnell Skifahren, dann kann man schnell Schritte nach vorne machen", lautet Ortliebs Devise. Träume gebe es schon. "Aber es klingt oft leichter als es ist. Es muss sehr viel zusammenpassen, wenn man die Big Points machen will." Zudem sieht Ortlieb viele Konkurrentinnen mit dem gleichen Potenzial. Im Rennen dürfe man sich aufgrund der "extrem kurzen" Lauflänge wenig Fehler erlauben.
Für Cornelia Hütter, Super-G-Bronzemedaillengewinnerin von Cortina, geht es nach Ermüdungserscheinungen wieder aufwärts. "Es war nicht viel Erholung zwischen Soldeu und jetzt, aber ich merke, dass jeder Tag besser wird. Jetzt spüre ich mich wieder so, wie ich mich spüren will. Das ist extrem viel wert für mich", sagte die Steirerin. Sie sprach von ganz soliden Trainingsläufen (am Mittwoch war sie Siebente, Anm.) und einer positiven Grundstimmung. "Es wird ein enges Rennen, weil es eine relative kurze Laufzeit gibt." Hütter verspürt seit Olympia aufsteigende Form. "Die möchte ich da auf den Schnee bringen." Und über die Strecke im Val di Fassa hat sie auch eine klare Meinung. "Richtig Mut braucht man nicht, man braucht Köpfchen."
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