Grünes Licht

Fans fassungslos: FIFA bricht bei WM mit TV-Tradition

Bei der Fußball-WM im Sommer müssen sich die Fans auf gravierende Änderungen vorbereiten. 

Die Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko (11. Juni bis 19. Juli) sorgt weiter für jede Menge Wirbel. Neben den finanziellen Problemen mancher Austragungsorte, den Unruhen in Mexiko und der politisch angespannten Lage durch den Angriff der USA und Israels auf WM-Teilnehmer Iran trifft die neueste Änderung auch die Fans, die zu Hause mitfiebern wollen.

Ein Fan-Fest versprechen FIFA-Boss Gianni Infantino und US-Präsident Donald Trump immer wieder. Doch neben harten Einreisebestimmungen für viele Fans herrscht in Europa auch helle Aufregung um die späten Anstoßzeiten. So findet das wohl entscheidende und letzte Gruppenspiel der ÖFB-Auswahl gegen Algerien in der Nacht von Samstag (27. 6.) auf Sonntag (28. 6.) um 4 Uhr in der Früh statt. Wecker stellen oder lange durchhalten ist hier die Devise für die rot-weiß-roten Anhänger.

Doch nun kommt der nächste Hammer. Die FIFA hat grünes Licht gegeben, mit einer jahrelangen und unantastbaren Tradition zu brechen. Hintergrund des Plans sollen laut Medienberichten die hohen Temperaturen in vielen Stadien sein.

Pause wegen Hitze

Aufgrund der Hitzewelle in Nordamerika gab es bereits bei der Klub-WM im Vorjahr viele Stars, die sich über die Zustände beschwert hatten. Als Folge dessen wurde beschlossen, dass es in allen Spielen in jeder Halbzeit eine dreiminütige Trinkpause geben wird.

Gianni Infantino
© Getty

Nun hat die FIFA sogar einen Weg gefunden, wie man damit extra Geld lukrieren kann. Denn den TV-Anstalten wurde nun offiziell gestattet, in diesen Pausen Werbung zu schalten, ganz gleich, ob im Split-Screen oder ob man komplett vom Spiel wegschaltet und die Werbung zeigt.

Nicht alle Werbungen sind erlaubt

Der Deal ist allerdings an zwei Bedingungen geknüpft. Einerseits darf in dieser Zeit nur für Werbepartner der FIFA geworben werden und man darf frühestens 20 Sekunden nach dem Unterbrechungs-Pfiff in die Werbung schalten und 30 Sekunden vor Wiederanpfiff sind die Anstalten verpflichtet, wieder zurück zum Spiel zu gehen.

Für die Fans dennoch eine große Umstellung, jahrelang war es ein ungeschriebenes Gesetz, dass die großen Spiele werbefrei bleiben, doch nun haben die Verantwortlichen des Fußball-Weltverbandes scheinbar doch ein Schlupfloch gefunden.

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