Super-G in Kitzbühel

Babinsky bei Odermatt-Triumph auf Streif am Podest

Der Hahnenkamm-Rennauftakt in Kitzbühel - ein Wahnsinns-Hundertstelshowdown. Marco Odermatt wiederholte seinen Super-G-Vorjahrssieg vor seinem Schweizer Kumpel Franjo von Allmen (+0,03), Stefan Babinsky (3./+0,25) und Raphael Haaser (4./+0,33).

Vor den Augen von Super-G-Rekordsieger Hermann Maier (53), Franz Klammer (72) und F1-Evergreen Bernie Ecclestone (95) brannten die Streif-Helden ein Feuerwerk ab.

Mit Startnummer 9 setzte sich Stefan Babinsky vor Vizeweltmeister Haaser in Führung und riss unter dem Jubel von über 20.000 Fans die Hände in die Höhe. Doch die Hoffnung auf einen rot-weiß-roten Sieg war zwei Minuten später dahin: Abfahrts-Weltmeister Von Allmen (Nr. 10) war 22 Hundertstel schneller als der Steirer. 

Odermatt 94 Zentimeter vor Von Allmen

Und dann: Odermatt fährt oben Bestzeit, macht es an der Hausbergkante mit einem Fehler noch einmal spannend und rettet in 1:08,41 Minuten 3 Hundertstel bzw. 94 Zentimeter Vorsprung auf Von Allmen ins Ziel.

Damit nahm der Schweizer Überflieger am Leader-Sessel Platz und gab später Interviews zu seinem achten Saisonsieg. Der Drittplatzierte Babinsky freut sich über seine erste Kitz-Gams: "Es war ein extrem geiles Rennen. Jetzt freue ich mich auf die nächsten Rennen bis Olympia. Jetzt will ich die gewisse Leichtigkeit auch in die Abfahrt mitnehmen."

Der Schweizer Gesamtweltcup-Dominator hält bei mittlerweile 53 Weltcup-Siegen (17x Super-G). Zu seinem zweiten Super-G-Sieg in Kitzbühel meinte er: "Über den Hausberg war ich nicht auf der Linie, die ich fahren wollte, insofern bin ich überrascht, dass sich die Bestzeit ausgegangen ist."

Babinsky bei Odermatt-Triumph auf Streif am Podest
© oe24

Kriechmayr verpatzt letzten Super-G-Test: "Wut im Bauch"

Der frühere Streif-Super-G-Sieger Kriechmayr schafft es nicht, ans Podest heranzukommen. Mit 44 Hundertstel Rückstand auf Odermatt musste sich der Doppel-Weltmeister von 2021 am Freitag mit Platz 7 begnügen (+0,44) und war sauer. In der Abfahrt am Samstag will er es besser machen: "Wut habe ich morgen sicher im Bauch, ob es gut ist, wird man sehen."

Das will auch der als Geheimfavorit gehandelte Wengen-Super-G-Sieger Giovanni Franzoni nach einem fehlerhaften Ritt nur Zwölfter (0,66) wurde. Noch schlechter lief es für Daniel Hemetsberger, der als 17. (+0,83) wohl seine letzte Chance auf den Olympia-Super-G verspielte.

Allrounder Marco Schwarz  beendete seinen ersten rennmäßigen Ritt über die Streif auf Platz 25 (+0,99).

"Ich hab kurz vorm Ziel den Ski verschnitten", trauert Babinsky ein paar verlorenen Hundertstel nach. Ob der 29-Jährige damit sogar einen möglichen Sieg vergeben hatte, konnte er nicht sagen. Immerhin lachte er nach dem 2. Platz in Wengen in den letzten beiden Super-Gs vor den Olympischen Spielen vom Podest.

Odermatt fehlt Hahnenkamm-Abfahrtssieg noch

24 Stunden nach dem Super-G in Kitzbühel steigt am Samstag (11.30 Uhr, ORF1 live) die große Revanche in der Abfahrt. Da wollen Vincent Kriechmayr & Co. zurückschlagen - und Odermatt wird alles daran setzen, auch das größte Rennen im Ski-Weltcup endlich zu gewinnen. Im Vorjahr war er nur Sechster. Heuer will er es besser machen: "Ich hoffe, dass ich diesmal mehr bereit bin als letztes Jahr."

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